Als Aargauer unterwegs

Unterwegs mit Rennrad und Gepäck

JahresrĂĽckblick 2006

Die letzten Tage im Jahr bleiben den Rückblicken, dem Zurückschauen, vielleicht auch dem Innehalten, vorbehalten. Das hat Tradition. Auch ich diesem Weblog möchte ich heute einen kurzen Jahresrückblick halten.

Mein Velo-Jahr lässt sich diesmal im wesentlichen in zwei Teile halbieren. Während der ersten Monate war vor allem Training für meinen Swiss Border Ride, meine Rundfahrt rund um die Schweiz angesagt. Dies, Mitte Jahr, dann auch ein erster Höhepunkt.

Die zweite Jahreshälfte war eher den Ausflügen, oftmals über Pässe oder längere Distanzen gewidmet.


Januar
PICT0627 - Fotosession mit dem BikeDas Jahr begann kalt, sehr kalt. Während Wochen habe ich mir bei Minusgraden beinahe die Füsse abgefroren. Mit dem Renner habe ich eher Strecken gesucht, bei denen ich viele Höhenmeter überwinden musste. Da kam mir die günstige Gelegenheit für den Kauf eines Mountainbikes gerade gelegen: noch steiler hinauf = etwas mehr Wärme an Füssen und Händen.

 

 

 


Februar
Mountainbike und Monoporter, in aller Eile im letzten Sonnenlicht aufgenommen.Die Planungen und Vorbereitungen fĂĽr die Rundfahrt rund um die Schweiz waren gestartet. Hatte mich damals entschlossen, das Gepäck statt direkt auf dem Rad, auf einem dazu geeigneten Anhänger mitzufĂĽhren. Stand nur noch die Frage des „Zugfahrzeuges“ im Vordergrund: Renner oder Mountainbike? Eine erste Vergleichsfahrt unternahm ich damals mit dem Mountainbike. Durch das Limmattal flach zur Arbeit und ĂĽber den Mutschellen, hĂĽgelig wieder nach Hause.

 

 


März
PICT0714Das Wetter wurde nach einem letzten heftigen Schneefall Anfang März wieder besser, sprich wärmer. Zusammen mit dem Swiss Border Ride lancierte ich in diesem Weblog auch eine Aktion Kilometer gegen die Armut. Mit der ersten Fahrt über 100 Kilometer in diesem Jahr, konnte ich auch gleich die ersten 100 Franken entgegennehmen.

 

 

 


April
PICT0767Bald fuhr ich regelmässig, entweder mit dem Renner oder dem Mountainbike und dem Monoporter (Anhänger) zur Arbeit. Zu Vergleichszwecken fuhr ich dann auch meist die gleiche Strecke (durch das Limmattal zur Arbeit, über Waldegg, Lieli und Mutschellen wieder nach Hause). Echte Vergleiche machen zu können war anfänglich ziemlich schwierig, da sich mein Trainingsstand dauernd verbesserte, war nicht immer so klar, welches Fahrrad ich denn auf die Rundfahrt mitnehmen wollte. Schlussendlich aber fiel dann die Wahl auf den Renner. Ausschlaggebend war sein tieferes Eigengewicht, dagegen sprach allerdings die etwas höhere Übersetzung.


Mai
PICT0928Es lag mir daran, die Rundfahrt bei jedem, halbwegs vernünftigen Wetter durchzuführen. Regen jedenfalls sollte kein Hinderungsgrund sein. So kaufte ich mir eine richtige Regenbekleidung, mit Jacke, Hose, Schuhüberzüge und Handschuhe. An einem regnerischen Samstag fuhr ich dann damit rund um den Zugersee, immerhin etwa 120 Kilometer. Ich war begeistert von der Bekleidung. Sie hielt wie versprochen das Regenwasser ab, auch der eigene Schweiss konnte fast restlos verdampft werden. Es entstand jedenfalls nie ein nasses und vor allem kältendes Gefühl nach dem Abziehen des Regenschutzes.

 


Juni
PICT0992Bereits im Juni konnte ich dieses Jahr ĂĽber den ersten richtigen Pass fahren. Weil sich der Renner zu dieser Zeit in der Werkstatt befand (Servicearbeiten vor dem Swiss Border Ride) habe ich dazu das Mountainbike benutzt.

 

 

 


Juli
PICT0997Mitte Juli, der unbestrittene Höhepunkt in diesem Jahr. Während schon fast unwahrscheinlich schönem aber auch heissem Wetter startete ich an einem Samstag Morgen zur Rundfahrt rund um die Schweiz. Der Monoporter war mit 20 Kilogramm Gepäck, inklusive Notebook und allerlei Adapter fĂĽr die mitgefĂĽhrte Elektronik wie Handy, GPS und Fotoapparat, beladen. Während 1’300 Kilometern und 13’000 Höhenmetern betrachtete ich die Schweiz fĂĽr einmal während 10 Tagen von aussen. Ausser einem etwas trĂĽben Himmel im Paznauntal, beim Aufstieg auf die Bielerhöhe, und einem Gewitter am selben Tag kurz vor Bludenz, durfte (manchmal musste) ich unter einem fast immer wolkenlosen Himmel und einer strahlenden Sonne ausharren.


August
PICT6247Da ich mich nun mit dem mittlerweile guten Training und den guten Beinen mit so richtig in Schuss fühlte, habe ich dieses Jahr nochmals das Alpenbrevet in eine Alpenrundfahrt eingebettet. Am Freitag mit dem Mountainbike von Thusis über den San Bernardino und nach kurzem SBB-Transfer auch gleich noch die Tremola hinauf über den Gotthard. Am Samstag dann das Alpenbrevet für Mountainbikes und am Sonntag, bei strömendem Regen und Schneefall über die Furka bis nach Brig hinunter. Auch hier haben sich die Regenkleider wieder bestens als Regenschutz und obendrauf sogar noch als Kälteschutz bewährt.

 


September
PICT6334Nach einer längeren Regenwetterperiode gelang mir dann im September nochmals eine Mehrpässefahrt. Nach dem Start in Samedan fuhr ich ĂĽber die Bernina, Forcla die Livigno, Eire und Foscagno auf das Stilfserjoch. Am zweiten Tag dann, bei schönstem Herbstwetter ĂĽber Umbrail, Reschenpass und FlĂĽela nach Landquart.Kurz darauf ĂĽberrollte ich im Ăśbrigen auch mein Jahresziel von 6’000 Kilometern.

 

 


Oktober
PICT6496Am 28. Oktober dann die tatsächlich letzte Pässefahrt in diesem Jahr. Bei abermals schönstem Wetter, wenigstens auf der Südseite der Alpen, bewältigte ich den Nufenen und den Grimselpass. Zu dieser Jahreszeit scheinen unsere Pässe ausgestorben zu sein. Kaum mehr Motorradfahrer, keine Touristen und alle Kioske und Restaurants geschlossen.

 

 

 


November
Von der StaffeleggDer warme und ĂĽber längere Zeit auch trockene Herbst, ermöglichte noch manche Fahrt zur Arbeit. Auch an Samstagen lag noch einiges drin, so dass ich schon bald den 7’000sten Kilometer in diesem Jahr als erreichbar hielt.

 

 

 

 


Dezember
Weihnachtsbeleuchtung in BruggDie Idee, während meiner Fahrten zur Arbeit die eine oder andere Weihnachtsbeleuchtung zu fotographieren, blieb nach einem diagnostizierten Leistenbruch leider im Anfangsstadium stecken. Die Fahrt vom 16. des Monats war dann auch gleich die letzte in diesem Jahr.Ein überaus schönes und erlebnisreiches Jahr, welches hier leider ein abruptes Ende findet. Quasi mit Vollgas in den Velokeller gefahren

 

 

 

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