Als Aargauer unterwegs

Spass auf schmalen Reifen

Greetsiel
Greetsiel

Greetsiel und Rysum

| 3 Kommentare

FĂŒr die heutige Wanderung brachte uns der Bus im Gebiet von Krummhörn an den Damm. WĂ€hrend der zwei Stunden Marschzeit entkamen wir ganz knapp einer Niederschlagszelle. Der teils ziemlich starke Wind blies die Regenwolke hinter uns ins Landesinnere. Wir bewegten uns fast ausschliesslich auf dem Damm. Dabei kamen wir am „Ottoturm“ vorbei.

Pilsumer Leuchtturm

Pilsumer Leuchtturm oder vielleicht besser bekannt als Ottoturm.

Der Leuchtturm ist seit dem zweiten Weltkrieg nicht mehr in Betrieb. Vielleicht dĂŒrfte bekannt sein, dass Otto Waalkes ihn schon mal in seinen Filmen verwendet hat. Zudem ist im Turm ein Ottomuseum eingerichtet. Als weiteres Highlight gibt es in diesem Leuchtturm im obersten Zimmer, ein Trauzimmer. Dazu passend vor dem Turm eine ganze Wand mit eingehĂ€ngten Schlössern. 

Unser Weg fĂŒhrt weiter zwischen vielen Schafen hindurch nach Greetsiel, wo wir unser Mittagessen in einer kleinen BĂ€ckerei einnehmen. Diesmal gibt es Apfelkuchen mit Streusel und einem PharisĂ€er. (Kaffee mit Rum, gedeckt mit Schlagrahm. Wird getrunken aus einem Röhrchen).

Greetsiel

Greetsiel

Greetsiel, ein schmuckes Dörfchen, welches von ehemaligen oder ausgewanderten HollĂ€ndern erbaut wurde. Einige Grachten durchqueren das Dörfchen, in der Hafeneinfahrt reihen sich die Krabbenfischerboote auf. Vor dem Dorf stehen zwei WindmĂŒhlen, die eine mit einer roten Haube, die andere mit einer grĂŒnen Haube.

Nach dem Essen werden wir mit dem Bus ins nahe Rysum gebracht. Ein Warftdorf. Es besitzt die viertÀlteste, noch spielbare Orgel in der schön renovierten Kirche.

Orgel

Orgel

KĂŒrzlich wurde in dem Dorf der 555. Geburtstag dieser Orgel gefeiert. Weltweit kommen Orgelspieler hierher, um darauf Konzerte geben zu können. Die Akkustik in dieser, ebenfalls kĂŒrzlich renovierten Kirche, muss fantastisch sein. Nicht nur die Orgelmusik hat einen wunderbaren Klang. Auch die Organistin, eine eher Ă€ltere, zierliche Person, welche nicht besonders laut sprach, war vorne im Chor, problemlos zu verstehen, wenn sie uns von der Orgel herunter die Manualeinstellungen fĂŒr das nĂ€chste MusikstĂŒck erklĂ€rte.

Das Dorf hat aber noch weitere SchĂ€tze. Nach einer Teezeremonie dĂŒrfen wir die ebenfalls renovierte WindmĂŒhle besichtigen. 

WindmĂŒhle

WindmĂŒhle

Wegen Winden aus dauernd wechselnden Himmelsrichtungen, aber meist auch zu schwachen WindverhĂ€ltnissen, konnte zwar mit der MĂŒhle heute kein Korn gemahlen werden. DafĂŒr erhielten wir vom MĂŒller persönlich, die genaue Herkunft, Bauart und Funktionsweise der MĂŒhle erklĂ€rt und soweit möglich auch demonstriert. Nach einer ziemlich „unruhigen“ Vergangenheit wegen des Krieges und der wirtschaftlichen Konsequenzen, wurde man in Holland fĂŒndig und konnte von dort auch das notwendige KnowHow holen um die MĂŒhle wieder aufzubauen und zu unterhalten.

Sie dient aber nicht mehr der Lebensmittelproduktion, sondern mahlt nur noch Getreide zu Futterzwecken und anlÀsslich von Besuchen von Touristen.

Zum Schluss des Tages und leider auch schon zum Ferienschluss in Ostfriesland, kamen wir heute Abend in Norddeich zu einem der schönsten SonnenuntergÀnge der letzten Tage.

Sonnenuntergang in Norddeich

Sonnenuntergang in Norddeich

Greetsiel und Rysum

Greetsiel und Rysum


 

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Autor: Urs

WĂŒrde mich eher als Tourenfahrer bezeichnen. Radfahren war schon in der Jugendzeit meine Leidenschaft. Doch auch dann schon eher fĂŒr lange AusflĂŒge. Mit der Zeit gesellten sich die Fotographie dazu und teilweise beruflich bedingt auch das Interesse an IT, an Software. Damit war der Grundstein fĂŒr dieses Weblog gelegt. Seit dem Jahre 2004 schreibe ich hier ziemlich regelmĂ€ssig ĂŒber meine Fahrten.

3 Kommentare

  1. Thorsten Gieseler

    Viel Spaß noch an der KĂŒste

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