Als Aargauer unterwegs

Spass auf schmalen Reifen

Ăśber dem Lago d'Idro
Ăśber dem Lago d'Idro

Eine Idee und viele offene Fragen

| 8 Kommentare

Normalerweise habe ich in der Vergangenheit jährlich fĂĽr etwa zwei Wochen meinen Anhänger auf die Hinterradachse des Rennrades gelegt und bin damit eine längere Strecke gefahren. Meist ging es darum, ein paar Pässe in unserem Alpenraum zu ĂĽberqueren. Denn mein erklärtes Ziel ist es ja, mindestens einmal in meinem Leben ĂĽber alle Pässe Europas, höher als 2000 Meter ĂĽber Meer, mit dem Rennrad zu fahren.  

Letztes Jahr, nach den Fahrten als Rennrad-Guide in Andalusien und der Fahrt durch die Rocky Mountains der USA, war mein BedĂĽrfnis am erkurbeln hoher Pässe und langer Fahrten auf dem Rennrad vollständig befriedigt.

Dieses Jahr ist die Ausgangslage ein bisschen anders. Die Saison in Andalusien wird drei Wochen später beginnen. Drei Wochen ist in etwa die Zeit, die ich in anderen Jahren für meine Ferienfahrten mit dem Anhänger aufgewendet habe. Könnte es nicht möglich sein, in diesen drei Wochen aus der Schweiz nach Andalusien zu fahren?

Aargau-Andalusien

Aargau-Andalusien

Die gesamte Distanz beträgt gut 1’800 Kilometer. Weil ich im Februar unterwegs sein wĂĽrde, mĂĽsste ich hohe Pässe wegen des Schnees meiden. DafĂĽr handle ich mir in der Distanz ein paar Kilometer mehr ein, als auf dem direktesten Weg. Mit einer Fahrt, teilweise der Isère entlang, teilweise im Rhonetal, später alles dem Meer entlang, wären die Höhenmeter bis an den nördlichen Rand der Phyrenäen eigentlich kein besonderes Problem. Die Pyrenäen liessen sich wenigstens gemäss GoogleMap am östlichsten Rand, auf einer scheinbar eher flachen, aber sehr kurvigen Strecke, umfahren. Danach durch Spanien hinunter bis nach Andalusien scheint höhenmetermässig ebenfalls keine besondere Herausforderung mehr zu sein.

So gesehen, sind 1800 Kilometer, mit weniger als 20’000 Höhenmeter nicht das grosse Problem. Es ist eher das Wetter, das zur Herausforderung werden könnte. Hier Winter, vielleicht mit Schnee und Eis auf den Strassen, sicher nicht besonders warm. Dort FrĂĽhlingsanfang, unterwegs vielleicht viel Regen, vielleicht auch tagelang anhaltender Wind, Seitenwind, Gegenwind? Kommt weiter dazu, dass ich fĂĽr meinen Aufenthalt Gepäck mitnehmen muss, das ich erst während der Wochen nach der Ankunft benötige. Und was ist mit der Heimfahrt? Die gleiche Strecke wieder zurĂĽck? Oder meine noch fehlenden 2000er-Pässe in den Pyrenäen ĂĽberqueren? Geht das im Mai, vielleicht Juni? 

Es sind im Moment noch viele Fragen offen. Da kommt mir das Posting Endlich Winter, als Antwort auf wenigstens einen Teil meiner Fragen, genau im richtigen Moment vor die Augen.

 


 

Autor: Urs

Würde mich eher als Tourenfahrer bezeichnen. Radfahren war schon in der Jugendzeit meine Leidenschaft. Doch auch dann schon eher für lange Ausflüge. Mit der Zeit gesellten sich die Fotographie dazu und teilweise beruflich bedingt auch das Interesse an IT, an Software. Damit war der Grundstein für dieses Weblog gelegt. Seit dem Jahre 2004 schreibe ich hier ziemlich regelmässig über meine Fahrten.

8 Kommentare

  1. Brigitte Rizzardi

    Bi gspannt ! 👍🚴🏻

  2. Philipp Ubrschr

    das ist ein „Bob“ Anhänger, oder? Ist der zu empfehlen?

    • Urs Himmelrich

      Genau. Ich bin mit ihm schon einige tausend Kilometer gefahren. Läuft ruhig, perfekt und genau hinter dem Hinterrad, also bei Kurven keinen engeren Radius, was ja gerade auf Radwegen oder schmalen Pfaden von Vorteil ist. Ich schätze es, wenn er so einfach „eingehängt“ werden kann. Kann ich auf jeden Fall empfehlen.

  3. Harald Legner

    Machen! Das ist eine wunderbare Idee. 🙂

  4. Das hört sich gut an, mach es! Februar ist natürlich kalt, aber Du bist ja recht schnell im Süden 🙂 Oder anfangs ein Stück mit dem Zug?

    • Hallo Stefan,
      Die Idee ist eigentlich schon, dass ich die ganze Strecke mit dem Rad fahren möchte. Den Zug möchte ich nur als Notlösung nehmen. Zum Beispiel wenn ausgerechnet bei der Abfahrt der Schneefall des Jahrhunderts vom Himmel fällt, oder ich während der Tour massive Verspätung erhalten sollte. Denn ich muss ja zu einem bestimmten Termin in Mojacar / Andalusien meinen Job als Guide antreten.

  5. Zur Routenplanung kann ich BRouter empfehlen! Ist fĂĽr Radfahrer das Beste was man finden kann. Ich wĂĽrde die Strecke in Angriff nehmen ohne zu zögern …

    • Habe mir den BRouter angeschaut. Danke fĂĽr die Alternative. Ich habe allerdings BefĂĽrchtungen, wegen des Handys am Lenker bei all den ErschĂĽtterungen und Schlägen. Auch Kälte und Regen sind ja vielleicht nicht so das Beste fĂĽr das Handy. Und wie ist das mit der Laufzeit des Akkus?
      Bis vor kurzem habe ich meine Routen mit quaeldich.de geplant. Seit letztem Jahr habe ich auch gute Erfahrungen mit der Routenplanung von Strava gemacht. Die Höhenmeter sind manchmal etwas gar optimistisch, doch die Streckenwahl trifft meinen Geschmack. Die geplante Strecke habe ich dann auf den PC runter genommen, in BaseCamp vielleicht etwas nachbearbeitet und anschliessend auf mein GPS (Edge810) übertragen. In der Regel funktioniert das recht gut.

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