Als Aargauer unterwegs

Spass auf schmalen Reifen

Blick nach Albanchez
Blick nach Albanchez

Rundfahrt vor dem Wochenende

| 2 Kommentare

Zum Schluss meiner Ferienwoche, in der ich meine Strecken und Themen frei w√§hlen konnte und keine G√§ste durch die Gegend zu f√ľhren hatte, wollte ich das sehr sch√∂ne und warme Wetter nochmals richtig ausn√ľtzen. Etwas in das Hinterland fahren und am Abend mich vom (prognostizierten) R√ľckenwind nach Hause treiben lassen, das k√∂nnte doch¬†eine gute Idee sein.

Zu Beginn fuhr ich unsere √ľblichen Strecken. Weg vom Meer, entlang der Autobahn und bald einmal durch die Orangenplantage hinauf, auf den ersten H√ľgel. Am Eingang der Orangenplantage steht dieser Bagger, wohl als Andenken oder Erinnerung an den Bergbau.

Am Eingang zur Orangenplantage

Am Eingang zur Orangenplantage

Schon bald aber bog ich ab, suchte meinen Weg von Rambla Aljibe √ľber den H√ľgel nach Los Molinos und weiter nach Albanchez. Eigentlich eine kurze Variante, um von hinten an den Virgen zu gelangen. Mit den G√§sten fahren wir diesen Weg nicht, denn einige der Strassen sind im Bau oder in schlechtem Zustand. Andererseits hat man von den H√ľgeln, oder den pass√§hnlichen Anstiegen immer wieder wunderbare Ausblicke in das¬†n√∂rdlich gelegene Hinterland.

Los Molinos

Los Molinos

An der Kreuzung in Albanchez stehen mir f√ľr den Heimweg verschiedene Varianten zur Verf√ľgung. Die k√ľrzeste ist der Weg √ľber den Virgen, die¬†n√§chste √ľber Alcudia und die dritte w√§re ein Weg √ľber die Panoramastrasse. Lange √ľberlege ich hin und her. Bis jetzt fuhr ich mehr oder weniger im Windschatten der H√ľgel. Sie schirmten mich recht gut gegen den erwarteten Wind ab. Es k√∂nnte mit zunehmender Distanz also noch recht m√ľhsam werden.

Ich entscheide mich f√ľr den Virgen. 15 KM, etwa 500 H√∂henmeter, ein paar Wellen dazwischen, t√∂nt nicht nach viel. Die beiden anderen Varianten w√§ren l√§nger, h√§tten aber kaum wesentlich mehr H√∂henmeter.

Albanchez

Albanchez

Ich kann sch√∂n regelm√§ssig hinauf kurbeln. Im unteren Ende ist der Pass etwas steiler, flacht dann gegen oben zunehmend ab. Gegen den Schluss¬†bekommt man mehrmals das Gef√ľhl, dass die H√∂he gleich nach der n√§chste Kehre erreicht sei. Doch ein Blick auf den H√∂henmesser belehrt einem¬†dann sehr schnell eines Besseren. Auch wenn es nur noch 50 H√∂henmeter sind, sie m√ľssen erkurbelt werden. Doch dann ist es geschafft. Noch¬†kurz auf die Aussichtsplattform. Ein k√ľhler, heftiger Wind weht mir entgegen. Aber die Aussicht √ľber die Ebene ist sehr sch√∂n.

Vom Virgen nach Sorbas

Vom Virgen nach Sorbas

In der Abfahrt hinunter nach Uleila del Campo, k√§mpfe ich gegen die B√∂en des Windes. Ich komme gerade aus einer windgesch√ľtzten Ecke hervor, als¬†sich im Schatten etwas bewegt. Zwei Gemsen stehen da, und bewegen sich gerade hinaus auf die Strasse. Nur kein L√§rm machen jetzt. Schade¬†l√§uft meine Kamera am Lenker nicht. Die Gemsen sehen mich, bleiben auf der Strasse stehen. Ich kann sogar den Fotoapparat aus dem¬†Klettverschluss herausnehmen. Alles sch√∂n langsam, ja keine Aufregung. Noch stehen sie auf der Strasse.

Gemsen am Virgen

Gemsen am Virgen

Ich kann sogar mehrere Fotos machen, bevor sie sich ohne Eile durch das n√§chste Geb√ľsch hinauf verdr√ľcken. Ich habe gerade meinen Fotoapparat¬†wieder verstaut, als zwei Motorr√§der um die Kurve brausen. Noch stehen die beiden Gemsen keine 20 Meter √ľber der Strasse, als ich vorbei¬†rolle.

Der Rest des Heimweges gelingt mir genau nach Wunsch. Etwa 10 Kilometer von Uleila nach Sorbas, ein einziger Kampf gegen den Wind, doch dann¬†werde ich √ľber 30 Kilometer, fast pausenlos nach Hause geschoben, mal abgesehen von den paar letzten Kilometern dem Meer entlang zur√ľck zum¬†Hotel.

Eine gelungene Ausfahrt, bei wieder sch√∂nstem und warmem Wetter. Ab n√§chster Woche werde ich wieder G√§ste durch die Gegend f√ľhren und hoffentlich weitere sch√∂ne Erlebnisse und Fotos posten k√∂nnen.

Rundfahrt √ľber den Virgen

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Autor: Urs

W√ľrde mich eher als Tourenfahrer bezeichnen. Radfahren war schon in der Jugendzeit meine Leidenschaft. Doch auch dann schon eher f√ľr lange Ausfl√ľge. Mit der Zeit gesellten sich die Fotographie dazu und teilweise beruflich bedingt auch das Interesse an IT, an Software. Damit war der Grundstein f√ľr dieses Weblog gelegt. Seit dem Jahre 2004 schreibe ich hier ziemlich regelm√§ssig √ľber meine Fahrten.

2 Kommentare

  1. Brigitte Rizzardi

    D√§nn h√§sch ja direkt Ferie gha. ūüėČ

  2. Urs Himmelrich

    Jo, Ferie i de Ferie, sozs√§ge ūüėČ

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