Als Aargauer unterwegs

Spass auf schmalen Reifen

Fort Bravo
Fort Bravo

Faszination Andalusien

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Andalusien, mit seinen staubigen Landschaften, den felsigen Gebirgen, den WĂĽsten und der mageren Vegetation, bot schon bei vielen Wildwest-Filmen die Kulisse. Es sollen gegen 500 Filme, mindestens teilweise, in der Gegend gedreht worden sein. Nicht nur Bud Spencer und Terence Hill, sondern auch namhafte Titel wie „zwei glorreiche Halunken“, „Spiel mir das Lied vom Tod“ oder im „Schuh des Manitu“ entstanden hier.

Unter anderem deshalb, wurde ausserhalb Tabernas, nicht besonders weit weg von hier, ein eigenes Dorf, Fort Bravo, gebaut. Es hat alles, vom Coiffeur-Laden bis zum Saloon, was in so eine Kulisse gehört. Das wollte ich mir heute mal anschauen gehen.

Fort Bravo

Fort Bravo

Fort Bravo steht in der WĂĽste von Tabernas im SĂĽdosten Andalusiens. Sie ist das trockenste Gebiet Europas und die einzige WĂĽste des Kontinents. Fort Bravo wurde eigens fĂĽr „Spiel mir das Lied vom Tod“ gebaut. Den Film liess dann Sergio Leone allerdings doch in einer anderen Kulissenstadt drehen. Fort Bravo wird heute noch vor allem fĂĽr Werbespots verwendet. Seit Anfang der achtziger-Jahre werden aber auch Touristen auf dem Gelände herumgefĂĽhrt.

Schon bei der Hinfahrt bekommt man allerlei Reklame zu sehen, die einem offensichtlich das „wildwest-GefĂĽhl“ vermitteln sollte.

Route 66 in Andalusien

Route 66 in Andalusien

Das Dorf selber erreiche ich dann schlussendlich über eine sandige, staubige Piste, bei der man nie weiss, wann die nächste Postkutsche, gezogen von durchgebrannten, schwarzen Mustangpferden, verfolgt von schiesswütigen Posträubern, um die Ecke geschleudert kommt.

Wann rennt das nächste durchgebrannte Pferd vorbei

Wann rennt das nächste durchgebrannte Pferd vorbei

Die Realität erfasst mich erst wieder am Eingangstor in das Dorf Fort Bravo. 19 Euro soll der Eintritt sein. Ich habe vielleicht zwei Stunden Zeit, mich in dem Dorf umzusehen, will ich noch zu einer vernünftigen Zeit zum Abendessen im Hotel zurück sein. Ich bin vielleicht ein Geizhals, aber dieser Tarif war mir deutlich zu hoch. Ich wage schon gar nicht daran zu denken, was wohl eine Cola im Saloon kosten könnte.

Es fällt mir nicht einmal besonders schwer, umzukehren.

Für den Heimweg wähle ich eine etwas andere Route. Ich komme so unter anderem über einen Hügel von Westen in das Dorf Lucainena hinunter. Leser dieser Seiten erinnern sich vielleicht, dass Lucainena der Anfang der Via Verde, einer Eisenbahnstrecke von Lucainena bis hinunter ans Meer, war.

Schmelzöfen in Lucainena

Schmelzöfen in Lucainena

Am oberen Ende dieser Strecke wurde Eisenerz abgebaut. Da habe ich mich heute informiert, wie das genau war. Mit dem Bergbau, dem Eisenerz, den Schmelzöfen und der Eisenbahn. Viele Informationen, und diese erst noch gratis.

Doch davon, ĂĽber den Abbau von Eisen, Blei und Silber und in der neuern Zeit Gips, Kalk und Marmor, werde ich wohl einmal einen eigenen Beitrag schreiben.

Besuch im Wilden Westen

Mojacar-Turre-Los Castanos-Cariatiz-Uleila del Campo-Tabernas-Fort Bravo-Tabernas-Turrillas-Lucainena-Sorbas-Los Castanos-Turre-Mojacar


 

 

Heute auf dem Rad
Vormittag
Fahrrad

Rennrad

154.33KM

2101 HM
6:27 H

Nachmittags
leicht_bewoelkt

Grad

schoenster_Sonnenschein

21 Grad

Autor: Urs

Würde mich eher als Tourenfahrer bezeichnen. Radfahren war schon in der Jugendzeit meine Leidenschaft. Doch auch dann schon eher für lange Ausflüge. Mit der Zeit gesellten sich die Fotographie dazu und teilweise beruflich bedingt auch das Interesse an IT, an Software. Damit war der Grundstein für dieses Weblog gelegt. Seit dem Jahre 2004 schreibe ich hier ziemlich regelmässig über meine Fahrten.

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