Als Aargauer unterwegs

Spass auf schmalen Reifen

Jurafahrt, zweiter Teil, von Pontarlier nach La Chaux-de-Fonds

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Ein Start unter wolkenlosem Himmel.

im Quellgebiet des Doubs

im Quellgebiet des Doubs

Als erstes musste ich wieder zurück auf meine geplante Strecke die ich ja gestern Abend während der Hotelsuche verlassen musste. Das geht schon, sind ja alles bekannte Strassen, dachte ich, und fuhr prompt in die falsche Richtung. Merkte das aber bald, kehrte halt um und versuchte es nochmals. So gelangte ich mit etwas Verzögerung wieder zurück in den Jura.

Der restliche Tag, darf aber ruhig als Highlight verbucht werden. Ich glaube, so etwa ab dem VallĂ©e de Joux, mein gestriger letzter Teil, und dann die ganze Reihe von Val de Travers, VallĂ©e de BrĂ©vine, Doubs, dĂĽrfte wahrscheinlich der den Touristen am Meisten bekannte Teil sein. Zudem bestärkte sich heute mein Eindruck von gestern, dass die Franzosen wohl den Jura, als ihre Skiregion betrachten. „Ecole de ski“ und ähnliche WinterausdrĂĽcke fand ich bis jetzt immer wieder. Auch die Infrastruktur mit riesigen Parkplätzen, Skiliften und vereinzelt auch Sesselliften dĂĽrfte fĂĽr diesen Zweck gebaut sein. Während auf der Schweizer Seite des Juras wohl eher Langlauf das Thema ist.

Col des Etroits

Col des Etroits

Auch als Radfahrer kam ich heute voll auf meine Rechnung. Nachdem ich wieder in Les Fourgs angekommen war, ging es zuerst ĂĽber eine Art Hochebene. später dann noch auf den Col des Etroits. Danach kam ich in den Genuss einer längeren Abfahrt durch Schluchten, ĂĽber BrĂĽcken und durch Tunnels hinunter in das Val de Travers. Ein sehr interessantes Tal. Anfänglich sehr schmal und bewaldet, öffnet es sich immer mehr. Kuhweiden, aber auch Pferde stehen des öftern herum. Ab und zu fahre ich an Wegweisern fĂĽr MusĂ©en vorbei. Uhrenhandwerk, aber auch Maschinen, vielleicht Landmaschinen, werden hier ausgestellt. Ein Bauer stellte seinen alten Pflug fĂĽr 40’000 zum Verkauf. Auch aufgefallen ist mir das MusĂ© de l’Asphalte. Aus frĂĽheren Reisen kenne ich das schon, wusste allerdings nicht mehr so genau, wo es zu finden ist.

Col de la Tourne

Col de la Tourne

Nach vielen Kilometern, geht es abermals durch eine Schlucht, wenn auch nicht mehr so ganz schmal und über den Col da la Tourne, wieder zurück in den Jura. Ich überquere wieder eine Hochebene, fahre über einen namenlosen Hügel und gelange so in das Vallée de la Brévine, das auch heute seinem Namen wieder alle Ehre machte.

Schlucht, gerade breit genug fĂĽr ein Tunnel

Schlucht, gerade breit genug fĂĽr ein Tunnel

In Le Locle werfe ich noch kurz einen Blick auf eine schmale Schlucht. Verzichte aber darauf, mit dem Rennrad durch das Tunnel zu fahren, welches gerade die Schlucht ausfüllt. Statt dessen fahre ich weiter vorne nochmals über einen schönen Pass. Kein Verkehr auf der Strasse, nur die Vögel im Wald und ich auf der Strasse.

Danach beginne ich mit der Hotelsuche und werde in La Chaux-de-Fonds fĂĽndig.

Das Hotel hier, scheint seine Spezitalitäten mit Steaks zu haben. Da bestellte ich mir doch gleich ein „Steak de cheval“. Sah dann allerdings erst später, dass das Fleisch aus Kanada kommt. Zum Dessert genehmigte ich mir ein Sorbet mit Absinth. Muss ja nicht immer Wodka sein. Zudem bin ich heute Morgen längere Zeit auf der Route de l’Absinth gefahren.

Also schliesst doch noch ein heimisches Produkt diesen gelungenen Tag ab.

Jurafahrt, 2. Teil

Jurafahrt, 2. Teil

Heute auf dem Rad
Vormittag
Fahrrad

Rennrad

110.1KM

1679 HM
5:34 H

Nachmittag
etwas_Wolken

Grad

bewoelkt_mit_einzelnen_Sonnenabschnitten

16 Grad

Autor: Urs

Würde mich eher als Tourenfahrer bezeichnen. Radfahren war schon in der Jugendzeit meine Leidenschaft. Doch auch dann schon eher für lange Ausflüge. Mit der Zeit gesellten sich die Fotographie dazu und teilweise beruflich bedingt auch das Interesse an IT, an Software. Damit war der Grundstein für dieses Weblog gelegt. Seit dem Jahre 2004 schreibe ich hier ziemlich regelmässig über meine Fahrten.

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