Als Aargauer unterwegs

Spass auf schmalen Reifen

Erfahrungen mit Powerline und Eintritt in die OwnCloud

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Ein paar Wochen lang habe ich nun das Verhalten der Durchsatzraten der Megabits pro Sekunde in unserem Haus, in Zusammenhang mit dem Aufbau eines Netzwerkes mit Powerline beobachtet. In Betrieb ist ein Starterkit mit zwei einfachen Adaptern (je ein Anschluss fĂĽr ein Netzwerkkabel) ein Adapter mit dreifachem Netzwerkanschluss, ein Adapter mit USB-Anschluss, ein Wireless-Adapter, der ebenfalls auch nochmals drei FestnetzanschlĂĽsse aufweist, sowie ein einzelner Adapter mit nochmals einem einzigen Netzwerkanschluss.

Ein Einfachadapter speist die Daten vom Kabelmodem in die Stromleitungen im Haus und auch wieder zurück ins Internet, beziehungsweise zum Provider. Auch alle anderen Adapter sind dauernd eingesteckt, ausser demjenigen mit dem Wirelessanschluss. Die Notebooks und der Drucker sind aber nicht immer eingeschaltet, sondern nur dann, wenn sie auch gebraucht werden. Leere Adapter, oder Adapter an denen ein abgeschaltetes Gerät eingesteckt ist, schalten sich nach einer Weile in den Standby-Modus. Sie erwachen erst, wenn auch das daran angesteckte Gerät wieder bereit ist.

Unser Haus hat zwei Stockwerke und einen Keller. Getestet und beobachtet habe ich alle möglichen AnschlĂĽsse, vom Schlafzimmer ĂĽber die KĂĽche bis in den Keller hinunter, Dreifachsteckdosen und auch einfache Steckdosen. Nicht kontrolliert habe ich die Steckdosen in WC und Badezimmer. Denn es ging ja auch darum, wo ich allenfalls mal einen Server hinstellen wollte. Das Netzwerk habe ich mit dem dLAN-Cockpit von Devolo beobachtet. Ich hatte keine anderen Messinstrumente und wĂĽrde da als „Nichtelektriker“ wohl kaum das Richtige daraus interpretieren können.

Soviel zur Ăśbungsanlage.

Meine erste Ăśberraschung bezĂĽglich der Schwankungen der Durchsatzrate von Megabits/Sekunde bestätigte sich. Am Samstag- und Sonntagmorgen, werden an der Eingangsquelle, dem ersten Adapter nach dem Kabelmodem, regelmässig ĂĽber 200 Mbit/s angezeigt. Während des Tages schwankt diese Angabe in der Regel dann zwischen 170 und gut 200 Mbit/s hin und her, bevor sie sich dann gegen Abend, meist noch ĂĽber 100 Mbit/s einpendelt. Diese unterste Rate wird auch Abends an Werktagen nicht unterschritten. Es gab da allerdings eine einzige Ausnahme. Das Wochenende, als unsere Eishockeymannschaft gegen Schweden um die Goldmedaille spielte. Da sank die Durchsatzrate auf fast „bodenlose“ 45 Mbit/s hinunter. Auch danach erholte sie sich nur sehr langsam. Glaube, da blieben im Quartier ein paar etwas länger vor dem TV-Apparat sitzen.

Entgegen aller Vermutungen, die ich nach dem Studium in den Internetforen zum Thema gelesen habe, sind auch die Durchsatzraten in unserem Haus äusserst schnell. Im Haus gibt es separate FI-Sicherungen für die Nasszellen, sowie Sicherungen für das obere Stockwerk, das Wohn- und Esszimmer, sowie eine Sicherung für den Keller. Nebst weiteren Sicherungen für Kochherd und Waschmaschine, was aber in diesem Zusammenhang irrelevant sein dürfte.

Fast unabhängig von der Durchsatzrate am Hausanschluss, werden die Durchsätze innerhalb des Hauses dauernd mit 150 bis knapp 200 Mbit/s angezeigt. Selbst unsere eigenen Störquellen, wie Kochherd, Waschmaschine, Haartrockner oder sogar der Rasenmäher, drücken diese Rate kaum spürbar tiefer. Ich gaube, da habe ich das Glück einer guten, elektrischen Hausinstallation.

Die ganze Testerei hatte trotz allem zwei kleine Schönheitsfehler.

Am Wirelessadapter liesse sich das Wireless-Signal manuell abschalten. Das kann Sinn machen, da er ja noch AnschlĂĽsse fĂĽr drei weitere Festnetzkabel hat. An zwei verschiedenen Tagen habe ich das auch ausprobiert und das Wirelesssignal manuell abgestellt. Beim späteren Einschalten, begann dann die Kontrolldiode auch zu leuchten, doch keines der Geräte, weder der Windows-Vista – Notebook noch mein Androide konnte anschliessend raus ins Internet. Ein „Neustart“ des Netzwerkes wurde notwendig (Kabelmodem vom Strom nehmen und nach ein paar Minuten wieder anstecken). Hingegen macht es dem Wireless-Adapter nichts aus, wenn man ihn aus der Steckdose zieht und später wieder einsteckt, wenn er gebraucht wird.

Der andere Schönheitsfehler war der USB-Adapter. Der steckte vor dem abgeschalteten Drucker immer in der selben Wandsteckdose. Es ist ĂĽbrigens auch der einzige Adapter der nicht in den Standby-Modus fällt, sondern immer aktiv ist. Trotzdem verabschiedete er sich wöchentlich etwa einmal und wurde von den Notebooks nicht mehr erkannt. Das Devolo-Cockpit „sah“ zwar noch einen Adapter, doch er wurde nicht als USB-Adapter dargestellt. Ausziehen und wieder Einstecken löste das Problem aber jedesmal.

Mit beiden „Schönheitsfehlern“ kann ich umgehen. Beim Wireless-Adapter wissen wir jetzt, dass ausziehen besser ist als abschalten und die Aufgabe des USB-Adapters könnte ja vielleicht der Server ĂĽbernehmen.

Nach diesen guten Erfahrungen war ich mir sicher, jetzt einen Schritt weitergehen zu können. Ich begann mich nach einer „ownCloud“ umzusehen. Und zwar eine richtige „OWN“, eine die mir gehört und die auch in unserem Hause stehen wird. Doch dazu gibt es später einen eigenen Artikel. Nur soviel sei verraten: Diese Aufgabe der OwnCloud wird einmal eine Diskstation aus dem Hause Synology erledigen. Ich habe dazu die DS411slim bestellt.

Autor: Urs

Würde mich eher als Tourenfahrer bezeichnen. Radfahren war schon in der Jugendzeit meine Leidenschaft. Doch auch dann schon eher für lange Ausflüge. Mit der Zeit gesellten sich die Fotographie dazu und teilweise beruflich bedingt auch das Interesse an IT, an Software. Damit war der Grundstein für dieses Weblog gelegt. Seit dem Jahre 2004 schreibe ich hier ziemlich regelmässig über meine Fahrten.

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