Als Aargauer unterwegs

Spass auf schmalen Reifen

Rundfahrt an Silvester

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Heute galt es für mich, den letzten Teil in der Challenge Festive500 zu fahren und damit das Ziel, 500 Km zwischen den Festtagen durchzuradeln, auch zu vervollständigen. Es sah einfach aus: schönes Wetter, vielleicht noch etwas kühl, windstill.

Wie geplant fuhr ich nach einem währschaften Morgenessen über den Bözberg, hinunter nach Frick, und weiter bis an den Rhein, bei Stein. Es lief gut, verräterisch gut. Eine leichte Bise (=Ostwind und kühl) hatte eingesetzt und stiess mich das Tal hinunter. Ich ahnte Böses für die anschliessende Fahrt während etwa 40 Kilometern nach Osten, dem Rhein entlang aufwärts.

In Stein holte ich mir auf der Brücke beim Hl. Fridolin noch das Geocache. Es war gut spürbar, hier auf der Brücke über dem Rhein: das musste Ostwind sein. Hätte schlimmer sein können, aber auskühlen, das macht er eben doch.

Nach dem erfolgreichen Fund machte ich mich auf den Weg. Rheinaufwärts. Das Gefälle ist ja nicht wirklich schlimm. Eigentlich ist es eben aus, das GPS zeigt ab und zu mal einen Meter höher an. Schlimmer ist, dass um diese Jahreszeit der tiefe Sonnenstand dazufĂĽhrt, dass vieles von der Strecke im Schatten liegt. „GefĂĽhlt“ die erste Hälfte, bis zur MĂĽndung der Aare in den Rhein, fährt man entlang von feuchten Waldrändern, oder sonst im Schatten. Einige der Wasserlachen waren sogar ĂĽberzogen mit einer feinen Eisschicht.

Ab Koblenz wählte ich den Radweg. Er führt etwas höher über der Strasse durch Felder und Wald, aber immer noch geteerte Strasse. Bad Zurzach liegt an der Sonne, auch sonst gabs eher mal ein paar Sonnenstrahlen.

Der Kampf gegen den Wind und seine Kälte zehrte heute mehr als erwartet an den Kräften. So entschloss ich mich kurz nach Mellikon, an einem ruhigen Plätzchen an der Sonne, die mitgeführte Notportion zu verzehren. Sandwich, Biberli und eiskaltes Wasser. Der Wind schien sich jetzt mit einem Male zu beruhigen. Die Fahnen hingen an ihren Masten schlaff herunter.

Kurz vor Kaiserstuhl, ein Windstoss von hinten. Aha, der Wind hatte gekehrt. Es wird nur noch wenige Kilometer gehen und meine Route wird sich ebenfalls drehen. Also: weiter Gegenwind.

Blick in die Alpen Das GPS hat für mich ab Kaiserstuhl eine wunderbare Route ausgelesen. Vielleicht die kürzeste, jedenfalls aber die hügeligste. Damit kam ich nochmals in den Genuss eines Blickes zum Alpenkamm. Vielleicht ist es ja wieder Föhnwetter, denn so nahe kann der Alpenkamm kaum stehen. Es folgt Dielsdorf und Buchs. Auf der kürzesten Strecke, eigentlich in der Falllinie über den Hügel. Hinter Buchs, wo es flach nach Baden und weiter heimwärts gehen würde, empfing mich wieder der Wind, Westwind und Gegenwind.

Zu Hause angekommen, drehe ich auch heute noch eine Zusatzrunde. Diesmal reicht es, um das Quartier herumzufahren um den Punkt fĂĽr den Winterpokal noch voll zu machen.

Auch wenn diese letzte Fahrt vielleicht nicht ganz nach Wunsch verlaufen ist, so gehört sie, zusammen mit den anderen Fahrten der letzten Tage zu einem krönenden Abschluss eines sehr kilometerreichen Velojahres. Aber es waren ja nicht nur die Kilometer, sondern auch die Erlebnisse, die neuen Gegenden, auch die neuen (Strava-) Herausforderungen und Wettbewerbe, die für mich doch manches Highlight in diesem abgeschlossenen Jahre 2012 ergaben.

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Heute auf dem Rad
Vormittag
Fahrrad

Rennrad

109.6KM

1016 HM
04:32 H

Nachmittag
einzelne_Wolken

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Autor: Urs

Würde mich eher als Tourenfahrer bezeichnen. Radfahren war schon in der Jugendzeit meine Leidenschaft. Doch auch dann schon eher für lange Ausflüge. Mit der Zeit gesellten sich die Fotographie dazu und teilweise beruflich bedingt auch das Interesse an IT, an Software. Damit war der Grundstein für dieses Weblog gelegt. Seit dem Jahre 2004 schreibe ich hier ziemlich regelmässig über meine Fahrten.

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