Als Aargauer unterwegs

Spass auf schmalen Reifen

Mittagessen zwischen Rigi und Pilatus

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Bei www.strava.com läuft wieder ein neuer Wettbewerb. Es geht darum, zwischen Weihnachten und Silvester 500 KM Rad zu fahren. Kilometer auf der Rolle zählen aber nicht. Da es bei uns nun seit ein paar Tagen recht warm ist, nächstens vermutlich auch kein Schnee fallen wird, habe ich mich entschlossen, bei diesem Wettbewerb mitzumachen. In diesem Rahmen, bin ich heute Morgen, nach einem ausgiebigen Morgenessen und etwas Zwischenverpflegung im Rucksack, losgefahren. Eine Runde zum Sempachersee, dann hinĂĽber in das Seetal und wieder nach Hause, das mĂĽsste eigentlich reichen, um einen „ĂĽberzeugenden Anfang“ in diesem Wettbewerb zu markieren.

Während den ersten paar Kilometern hatte ich ziemlich gegen einen heftigen Gegenwind zu kämpfen Doch etwa ab Suhr, mit dem Verlassen des Aaretals, hörte auch der Wind auf. Ich fuhr das Suhretal hinauf, das GPS leitete mich ab und zu über Radwege und kleinere Strässchen. Vor allem den Waldrändern entlang waren aber einige Kilometer recht nass. Ob es nun die Feuchtigkeit der Nacht oder die Feuchtigkeit von Wiesen und Hügeln war, die da auf die Strassen hinauslief, war mit nicht klar. Die Bächlein entlang des Weges waren aber meist randvoll mit Wasser.

Wegen des tiefen Sonnenstandes, und da ich um die Mittagszeit gegen Süden und somit meist gegen die Sonne fuhr, sah ich auf meinem GPS auch die Meldungen für Abzweigungen kaum. Ich musste daher schon zwei oder drei kleinere Umwege fahren, doch ich kam zügig voran. Mit dem Erreichen von Sursee, sah ich auch erstmals in die Alpen. Es war sehr dunstig, aber es musste auch sehr föhnig sein, denn die Distanz zum Alpenkamm stimmte überhaupt nicht mit dem Gefühl überein.

Rigi Pilatus Der Teil der Strecke nach dem Sempachersee hinüber ins Seetal ist ziemlich hügelig. Langgezogene Auffahrten, aber auch langgezogene Abfahrten wechseln sich ab. Dazwischen immer wieder schöne Ausblicke auf den Alpenkamm. Der Zufall wollte es, dass ich kurz nach Rothenburg die Akkus an meinem GPS wechseln musste. Ich befand mich kurz nach der Mitte der geplanten Strecke, noch weiter südlich würde ich nicht mehr fahren. Beim Wechseln der Akkus realisierte ich, dass sich neben mir eine Tafel mit dem gesamten Alpenpanorama befand. Warum nicht hier, zwischen Rigi (linkerhand) und dem Pilatus (rechterhand) eine kurze Mittagspause einlegen? Ich genoss nicht nur die mitgeführte Stärkung, nein auch der Blick auf das Panorama dürfte für die heutige Strecke wohl einmalig gewesen sein.

Nachdem ich mich am Alpenpanorama sattgesehen hatte, musste ich dieser Aussicht leider den RĂĽcken kehren. Der Weg fĂĽhrte nun zwischen anderen HĂĽgeln hindurch nach Eschenbach und dort nach einer rechtwinkligen Linkskurve hinĂĽber nach Hochdorf uns ins Seetal.

In Hochdorf wollte ich noch die Weihnachtsbeleuchtung, aufgehängt über der ganze Strasse festhalten. Es gibt nicht mehr so viele Ortschaften, die ihre Beleuchtung über der ganzen Strasse aufhängen. Mancherorts sind Kerzen und Sterne einfach nur an die Kandelaber der Strassenbeleuchtung montiert.

Mein Weg fĂĽhrt entlang des Baldeggersees, später folgt der Hallwilersee. Heute wähle ich den Weg vom Hallwilersee ĂĽber die Seitenmoräne hinauf nach Meisterschwanden. So komme ich nämlich nach einem relativ flachen Anstieg in den Genuss einer längeren Abfahrt hinunter nach Villmergen. Auf Nebenstrassen geht es noch nach Dintikon. Nach dem Kreisel muss ich dort dann allerdings auf eine stark befahrene Hauptstrasse einschwenken. Doch zur Belohnung wartet etwas weiter vorne das Geocache „bum bum bum“. Der Verstecker ĂĽbertrieb nicht, als er in der Beschreibung festhielt, es sei ein einfaches Versteck. Tatsächlich bin ich auf den Parkplatz gefahren, kurz das GPS auf „Folge Luftlinie“ eingestellt, das richtige Ende vom Parkplatz angepeilt, hingelangt, und das BĂĽchslein bereits in der Hand gehalten. So einfach ist es allerdings nicht immer. 🙂

Der Rest des Weges fĂĽhrt dann grösstenteils wieder ĂĽber Nebenstrassen, das Birrfeld, ein paar „Insider-Schleichwege“ und schon kann ich vor dem heimatlichen Gartentor, vom GPS meines Renners 113 KM gefahrene Strecke ablesen. Hätte man mir gesagt, ich wĂĽrde auch im Dezember nochmals einen 100er fahren, ich hätte das nicht glauben wollen. Doch wenn das Wetter und die Motivation stimmt, sind 100er eigentlich gar nichts mehr Besonderes ( :red: )

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Heute auf dem Rad
Vormittag
Fahrrad

Rennrad

113.2KM

746 HM
04:06 H

Nachmittag
schoenster_Sonnenschein

Grad

leicht_bewoelkt

Grad

Autor: Urs

Würde mich eher als Tourenfahrer bezeichnen. Radfahren war schon in der Jugendzeit meine Leidenschaft. Doch auch dann schon eher für lange Ausflüge. Mit der Zeit gesellten sich die Fotographie dazu und teilweise beruflich bedingt auch das Interesse an IT, an Software. Damit war der Grundstein für dieses Weblog gelegt. Seit dem Jahre 2004 schreibe ich hier ziemlich regelmässig über meine Fahrten.

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