Als Aargauer unterwegs

Spass auf schmalen Reifen

Eiskalte Runde

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Es war nach dem Mittagessen, als die Sonne schüchtern ein paar Sonnenstrahlen ins Quartier schickte. Es sah schon fast nach etwas Wärme aus. Wir trauten der Sache dennoch nicht so richtig und haben uns einmal mehr für einen kalten Marsch um den See eingekleidet. Wir sollten recht bekommen.

Der Parkplatz befindet sich an einer etwas windgeschützten Stelle unterhalb des Dammes. Die übliche Kälte hatte uns sofort mit ihren kalten Armen umschlungen. Doch als wir auf den Damm hinaufkamen, da ging es erst richtig los. Beissend kalt und messerscharf sprang uns die Bise ins Gesicht.

Wir zogen unsere Winterkappen noch mehr ins Gesicht hinunter und den Reissverschluss der Winterjacke noch mehr nach oben. Zurrten die Riemchen der Stöcke noch etwas enger um die Handschuhe. Wir kämpften tapfer gegen den Wind, immer in der Hoffnung, auf der gegenüberliegenden Seite, hätten wir den Wind dann ja im Rücken.

Kurz vor dem Wendepunkt, der Brücke zwischen Döttingen und Kleindöttingen, kamen nochmals ein paar kräftige Windböen auf, gerade so als ob sie uns daran hindern wollten, die Mitte unserer Runde zu überschreiten.

Die westliche Seite des Sees, ist auch die Seite mit dem ruhigen und über grössere Teile auch sehr seichten Wasser. Schilfbestand am Ufer und ganze Schilfinseln im See geben hier den Enten und übrigen Wassertieren Schutz vor den Blicken der Fussgänger und dem Wind.

Es ist jetzt im Winter auch die Seite, bei der schon eher einmal eine Eisdecke entstehen kann. So war es denn auch heute. Dort, wo das Wasser noch ein bisschen Strömung aufweist, ist die Eisdecke noch nicht geschlossen. Dennoch konnten wir zwischen dem Ufer und dem Schilfbestand gegen die Mitte des Sees, eine riesige Eisplatte feststellen. Tragfähig dürfte sie aber kaum sein.

Ist man sich an das dauernde Geschnatter und Gepiepse der Vögel, an das Gurgeln des Wassers und der Wellen gewohnt, so herrscht entlang einer solch grossen Eisplatte irgendwie eine beklemmende Stimmung. Zumal auch heute kaum Fussgänger um den See marschierten, herrschte an eben dieser Stelle, vielleicht ein Viertel der Länge der Promenade, fast absolute Ruhe. Nur die Bise bewegte die dürren Schilfhalme etwas und windete hie und da ein dürres Blatt vor sich her.

Der Wind hielt ĂĽbrigens auch auf dieser Seite, auf unserem RĂĽckweg zum Parkplatz, weiter an. Jetzt blies er aber wie erhofft von hinten, leicht rechts, ĂĽber unsere Wangen und den Nasenspitz an uns vorbei. Immerhin kein Frontalangriff mehr.

Weitere Fotos vom Klingnauer Stausee

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Autor: Urs

Würde mich eher als Tourenfahrer bezeichnen. Radfahren war schon in der Jugendzeit meine Leidenschaft. Doch auch dann schon eher für lange Ausflüge. Mit der Zeit gesellten sich die Fotographie dazu und teilweise beruflich bedingt auch das Interesse an IT, an Software. Damit war der Grundstein für dieses Weblog gelegt. Seit dem Jahre 2004 schreibe ich hier ziemlich regelmässig über meine Fahrten.

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