Als Aargauer unterwegs

Spass auf schmalen Reifen

Ein neues Spielzeug

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Wer hier schon länger mitliest, mag sich vielleicht erinnern, dass ich immer wieder Versuche mit „Tracking“ unternehme. Also mit Möglichkeiten, meine geographische Position auf dem Rad, irgendwie und möglichst genau auf einer GoogleMap darzustellen und im Weblog zu veröffentlichen. Das sollte dann, wenn möglich, möglichst zeitnah, in realtime eben, vor sich gehen.

Der letzte Schrei zu diesem Thema, scheint mir nun die Applikation von Sportstracker fĂĽr meinen Androiden zu sein.

In der Gratisversion zeichnet sie einfach mal anhand der GPS-Satelliten den Weg auf, merkt sich Höhe, Geschwindigkeit, Distanz und Zeit und macht dazu allerlei Berechnungen ĂĽber Durchschnitte, Beschleunigungen, Höhenmeter, Maximalwerte usw. An und fĂĽr sich noch nichts besonderes, was mein heute verwendetes GPS eben auch alles kann. Verwendet man noch den richtigen Brustgurt dazu, werden auch noch die Herzfrequenz oder im Falle von „laufenden Sportarten“ auch die Trittfrequenz gemessen. All diese Auswertungen und Grafiken lassen sich dann auch auf dem Display des Androiden betrachten.

Auf meinen beiden ersten Testfahrten, am Montag auf dem Arbeitsweg hin und am Abend wieder zurĂĽck, war ich dann allerdings doch sehr ĂĽberrascht, wie genau, die Koordinaten der Strecke aufgezeichnet wurden. Aus frĂĽheren Erfahrungen mit Geocaching auf meinem Handy hatte ich dazu etwas Bedenken. Auch die „Zeit in Bewegung“ stimmte sehr genau und die erkurbelten Höhenmeter scheinen mir ganz plausibel zu sein. Während der Fahrt, macht das Handy fĂĽr die gut 30 Kilometer etwas ĂĽber 2’000 Merkpunkte fĂĽr diese Strecke, oder etwa jede zweite Sekunde einen Datensatz.

Weil ich auf Anhieb ziemlich begeistert von dieser Applikation bin, habe ich sie dann auch gleich für knapp 10 CHF gekauft und mich bei Sportstracker registriert. Damit stehen mir nun fast jede Menge zusätzliche Möglichkeiten offen. Upload der Aufzeichnungen zu Sportstracklive ist noch das Wenigste.

Wie schon ein paar Mal hier auch beschrieben, versuche ich den Arbeitsweg als Trainingsstrecke zu verwenden, soweit sich das natürlich im übrigen Verkehr und mit all den Ampeln und Kreuzungen vernünftigerweise einrichten lässt. Hier sehe ich die Anwendungsmöglichkeit für meine neue Applikation auf dem Androiden:

Nebst den üblichen GPS-Auswertungen, werden auch noch Berechnungen über die schnellsten Beschleunigungen, die schnellsten Kilometer, die längsten und steilsten Steigungen gemacht. Diese werden in so einer Art Rangliste bei Sportstracklive auch zur Verfügung gestellt. Auf Wunsch werden automatisch neue Bestleistungen sofort bei Twitter und/oder Facebook gepostet. Weiter kann man sich während der Fahrt das Feedback zu den neuen Bestleistungen von einem elektronischen Coach ins Ohr flüstern lassen. Zudem kann das ganze Training auf Wunsch auch in realtime ins Internet gesendet werden.

Ach ja: in der Auswertung auf der Homepage von Sportstracklive sind noch weitere Angaben wie zum Beispiel die Wettersituation, die Temperatur während der Fahrt und die durchschnittliche Windgeschwindigkeit nachzulesen.

Und zu guterletzt, teilt einem das Programm auch noch mit, dass man während des Trainings zig-tausend Kalorien verbrannt hat. In meinem Fall, etwas mehr als 1000 pro Weg.

Ich denke für die Trainingsfahrten auf dem Arbeitsweg durchwegs geeignet. Auch für das sporadische Nordic-Walking und die Wanderungen im Sommer durchaus brauchbar. In der Software werden noch viele weitere geeignte Sportarten zum Tracking aufgezählt. Mehr oder weniger einfach alles, was sich irgendwie draussen und mit Bewegungen abspielt. Sei das nun, Laufen oder Fahren, Segeln, Surfen, Rudern, Autorennen, Klettern, Snowboard. Bei Indoor Sportarten werden dann halt nur noch die Herzfrequenz und beim Laufen die Trittfrequenz gemessen.

Mal sehen, wie ich dieses neue Tracking während der nächsten Fahrten auf dem Arbeitsweg erlebe. Ein bisschen Fun darf es ja schon sein.

(Auf meinem Weblog, links, ganz unten, habe ich mal vorläufig zu Testzwecken das Verzeichnis der gefahrenen und uploadeten Strecken eingeblendet.)

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Autor: Urs

Würde mich eher als Tourenfahrer bezeichnen. Radfahren war schon in der Jugendzeit meine Leidenschaft. Doch auch dann schon eher für lange Ausflüge. Mit der Zeit gesellten sich die Fotographie dazu und teilweise beruflich bedingt auch das Interesse an IT, an Software. Damit war der Grundstein für dieses Weblog gelegt. Seit dem Jahre 2004 schreibe ich hier ziemlich regelmässig über meine Fahrten.

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