Als Aargauer unterwegs

Spass auf schmalen Reifen

Fahrt im Advent

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Bis wir mit dem Mittagessen fertig waren, hatte sich der Himmel schon wieder mit Gewölk überzogen. Dennoch wollte ich heute raus, vielleicht in den Wald, sicher aber ein paar Höhenmeter und Kilometer sollten es schon werden. Jedenfalls nicht schon wieder eine Fahrt auf der Rolle.

Deshalb war anfänglich auch mein Ziel der heutigen Fahrt nicht klar. Ich versuchte es zuerst entlang der Waldränder. Da waren die Wege aber ziemlich matschig und nass. Auch auf den weniger befahrenen Strässchen, meist geteerte, lag heute ziemlich viel Schmelzwasser. Die Temperaturen lagen halt so im Bereich von wenigen Graden über Null. Ich entschloss mich deshalb, vorerst für ein paar Kilometer Hauptstrasse. Vom Birrfeld wechselte ich bald einmal auf die andere Seite der Aare, fuhr ins Schenkenbergertal und in Richtung Staffelegg. Hier benützte ich aber einmal mehr, nicht die eigentliche Hauptstrasse, sondern eine parallel dazu verlaufende Strasse. Da gibt es in der Regel keinen Verkehr.

Während der Auffahrt auf die Staffelegg, lichtete sich der Himmel nochmals. Obwohl es eigentlich nicht so spät gewesen ist, etwa 15:30 Uhr, verfärbte sich der Himmel wie zu einem Abendrot. Eine passende Atmosphäre für den heutigen ersten Advent. Auf der Staffelegg war heute einiges los. Der Bevölkerung dient die Passhöhe jeweils nach Schneefällen als willkommener Ausflugsort für die Kids und ihre Schlitten.

Nach der Staffelegg wählte ich den Weg in Richtung Fricktal. Am Anfang geht es ziemlich steil hinunter und wird dann später etwas flacher. Gerade im richtigen Moment, als sich die Kälte durch die Kleider gefressen hatte, kam die Abzweigung nach Zeihen hinauf. Das Abendrot von vorhin lag nun in meinem Rücken und bestrahlte die weissen Hänge vor mir mit einem zarten, feinen Rosa. Von Zeihen geht es dann etwas hügelig doch noch hinunter ins Fricktal auf die Bözbergstrasse.

Bei der Auffahrt auf den Bözberg spürte man die fallende Temperatur gut. Bis jetzt waren die Strassen entweder vom Schmelzwasser nass oder doch mindestens recht feucht. Doch am Bözberg gefror die Feuchtigkeit langsam. Es sind zwar nicht einmal 200 Meter Höhenunterschied bis auf die Passhöhe, aber das feine Geräusch von zerbrechenden Eiskristallen beim Darüber rollen, kam immer häufiger vor. Das GPS meldete jetzt auch den astronomischen Beginn der Nacht. Also war das von vorhin doch ein Abendrot?

Die Abfahrt vom Bözberg wieder hinunter ins Aaretal ging rasch und zĂĽgig durch die heranbrechende Nacht. Während den letzten paar Metern durch die Quartiere konnte ich noch ein paar schöne, „lichtintensive“ Dekorationen bestaunen. So unter anderem ein Gärten, da standen gleich mehrere Rehlein oder Rentiere unter Tannen und Obstbäumen bereit.

Trotz des Schnees und der Feuchtigkeit, hielt sich die Kälte noch in einem verkraftbaren Rahmen.

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Heute auf dem Rad
Fahrrad

Mountainbike

44.1KM

779 HM
02:23 H

Nachmittag
bewoelkt

Grad

Autor: Urs

Würde mich eher als Tourenfahrer bezeichnen. Radfahren war schon in der Jugendzeit meine Leidenschaft. Doch auch dann schon eher für lange Ausflüge. Mit der Zeit gesellten sich die Fotographie dazu und teilweise beruflich bedingt auch das Interesse an IT, an Software. Damit war der Grundstein für dieses Weblog gelegt. Seit dem Jahre 2004 schreibe ich hier ziemlich regelmässig über meine Fahrten.

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