Als Aargauer unterwegs

Spass auf schmalen Reifen

Geocaching mit Google magic

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Letztes Jahr hatte ich mir das HTC Google magic, eben auch eines dieser Handys mit Touchbildschirm und dem Betriebssystem Android besorgt. Eines dieser kleinen Alleskönner aus der Westentasche. Von Telefonieren und SMS-Verkehr über Fotographieren, Navigation, Musik abspielen und Surfen im Internet liegt da alles drin. Zudem gibt es in der Zwischenzeit ja auch dafür x-tausend Applikatiönchen die man darauf laden und laufen lassen kann. Eine der wohl etwas anspruchsvolleren Applikationen dürfte wohl die für das Geocachen sein.

Ich hatte mir dazu vor einiger Zeit die Applikation c:geo“ auf das Google magic geladen. Zudem habe ich ein Account bei geocaching.com. In den letzten Ferien hatte ich nun Gelegenheit, mal in aller Ruhe ein paar Erfahrungen mit der Applikation zu sammeln.

Die Anmeldung bei geocaching.com macht die c:geo-Applikation selbständig nach der Eingabe des Account-Namens und des Passwortes. Ab sofort stehen einem dann alle Angaben zu den Geocaches vollständig und in unverschlĂĽsselter Form zur VerfĂĽgung. Man kann auswählen, ob man alle Typen von Geocaches in der näheren Umgebung aufgelistet erhalten will, oder nur bestimmte Typen. Ich habe mich einmal auf die einfachen Verstecke (traditional) eingerichtet. Statt der Listendarstellung habe ich mir die „live map“ – Darstellung eingestellt. Die Parameter können aber jederzeit geändert werden. Weitere Parameter stehen auch noch zur VerfĂĽgung. Doch da habe ich keine weiteren Erfahrungen gesammelt.

Sitzt man nun gemĂĽtlich auf einer Bank und hat Lust, ein Geocache zu suchen, so kann das unter Umständen eine langwierige Sache werden. Es dauert nämlich eine ganze Weile, bis das Magic endlich die eigene Position bestimmt hat. In erster Priorität versucht es anhand der Telekommunikations-Antennen die Position zu bestimmen. In den Bergen sind die ja nicht so dicht gesäht wie in der Stadt. Da kommt dann schon mal eine Genauigkeit von +/- 3000 Metern heraus. Entsprechend dieser Position, sind dann auch die „nächstgelegenen Geocaches“ eben doch ziemlich weit weg. Nach einiger Zeit stellt dann das Magic auf GPS-Satelliten um. Damit werden dann auch die Angaben genauer. Die Auswahl der „nächstgelegenen Geocaches“ wird plausibler und genauer.

Zu diesem Zeitpunkt habe ich mir dann jeweils die Koordinaten meines gewünschten Zieles im GPSmap 60CSx notiert. Die Navigation zum gesuchten Geocache mit dem GPS-Gerät ist deutlich einfacher und viel genauer als mit dem Magic. Die Anzeige der Luftlinie zum Geocache schwankt auf dem Magic ungleich viel stärker hin und her als beim GPS. In der Nähe von Bäumen oder gar im Wald, ist das Magic unbrauchbar. Wenigstens dann, wenn es sich nur noch um wenige hundert Meter bis zum Ziel handelt. Ich vermute mal, dass das nicht an der Software von c:geo liegt, sondern viel eher daran, wie das Magic mit den Signalen der GPS-Satelliten oder der Telekommunikations-Antennen umgeht.

Während der letzten Phase der Suche nach dem Geocache, wenn es darum geht, entweder in der Beschreibung des Verstecks oder in den Logs anderer Besucher nach Hinweisen zum Versteck zu suchen, tritt dann wieder das Magic und die c:geo-Applikation in Aktion. In mehreren Detaillierungsgraden, kann damit der ganze Inhalt des Geocaches aus dem Internet runtergeladen werden. Wobei sich auch hier empfiehlt, nicht von allem Anfang an, alle möglichen Infos runter zu holen. Gerade in den Bergen, oder im Wald, bei schlechtem Empfang halt, kann es eine ganze Weile dauern, bis die Informationen endlich im Magic angekommen sind.

Ist man glücklicher Finder des Geocaches geworden, hat den Logbucheintrag im Versteck gemacht, so kann nun ebenfalls mit der Applikation c:geo auch gleich der Log-Eintrag im Internet vorgenommen werden. Gleichzeitig kann auf Wunsch, und sofern man angemeldet ist, auch gerade noch ein Eintrag zu Twitter gesendet werden. Somit erübrigt es sich dann, zu Hause oder gar nach den Ferien, die besuchten Geocaches bei geocaching.com nochmals zu suchen und die entsprechenden Log-Einträge vorzunehmen. Mit der c:geo-Applikation könnten auch allfällig vorhandene Travel-Bugs oder Trackable-Items eingetragen werden. Da habe ich aber keine Erfahrungen gemacht, weil ich keine gefunden habe.

Zum leicht vereinfachteren Vorgehen, habe ich mir ab dem zweiten Tag in den Ferien, die Koordinaten und Namen meiner „Wunsch-Geocaches“ in der Region Reith – Seefeld – Mösern mittels einer entsprechenden Abfrage bei geocaching.com in einem „loc“-File per E-Mail liefern lassen und dann dieses via Map-Source in das GPS geladen. Damit hatte ich dann einen viel schnelleren Zugriff auf die nächstgelegenen Verstecke, weil ich diese Koordinaten nicht mehr vom Magic auf das GPS manuell ĂĽbertragen musste.

Fazit: Die Applikation c:geo läuft einwandfrei. Ein einziges Mal hatte ich einen Absturz beim Absetzen der Meldung an Twitter. Doch der Eintrag bei geocaching.com wie auch bei twitter.com waren dennoch gemacht. Die Applikation wird derzeit von vielen anderen Benutzern offensichtlich auch rege benutzt (Facebook-Kommentare!). Die Applikation wird laufend weiter entwickelt und unterhalten und sie ist kostenlos. Sofern man sich in Gebieten aufhält, wo auch genügend Telekommunikation vorhanden ist, geht das ganze Suchen nach Geocaches einigermassen rasch und präzise vor sich. So war zum Beispiel die Suche nach möglichen Verstecken in Innsbruck und Umgebung kein Problem.

Dennoch glaube ich, dass eine Aufgabentrennung zwischen dem Magic und dem GPS sinnvoll ist. Das Magic für die Bestimmung, welches das nächste Geocache sein soll und das Erfassen der Log-Einträge im Internet. Das GPS für die eigentliche Navigation zum Versteck, wenigstens solange, bis ich mir mal einen Nachfolger für das Magic beschafft habe, welcher vielleicht eine bessere GPS-Antenne besitzt oder mit den Signalen besser umgehen kann.

Es könnte reizvoll sein, statt dem verpassten Zug oder Bus nachzutrauern, mal c:geo fragen, ob es in der Nähe nicht zufälligerweise ein Geocache hat. In der Stadt ist die Wahrscheinlichkeit ja mittlerweile sehr gross….

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Autor: Urs

Würde mich eher als Tourenfahrer bezeichnen. Radfahren war schon in der Jugendzeit meine Leidenschaft. Doch auch dann schon eher für lange Ausflüge. Mit der Zeit gesellten sich die Fotographie dazu und teilweise beruflich bedingt auch das Interesse an IT, an Software. Damit war der Grundstein für dieses Weblog gelegt. Seit dem Jahre 2004 schreibe ich hier ziemlich regelmässig über meine Fahrten.

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