Als Aargauer unterwegs

Spass auf schmalen Reifen

Arbeitsweg 2010-44 (Nord)

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Ich setzte gerade die Tasse zum letzten Schluck Morgenkaffee an, als das mittlerweile wohlbekannte Geräusch von zerplatzenden Regentropfen auf dem Dach des Velounterstandes an mein Ohr drang. Ich mochte nicht mehr überlegen ob ich fahren soll oder nicht. Zu stark hatte sich mein Kopf in den letzten Tagen daran festgekrallt, einen ganzen Monat lang, oder eben 20 Mal in einer lückenlosen Serie von Arbeitswegen, auch heute noch zu fahren. Bis ich die Regenkleider übergezogen hatte, liess auch der Regen schon wieder nach, das Gröbste schien vorüber zu sein, scheinbar.

Es war in Baden. Das Lichtsignal der Ampel wechselte eben von GrĂĽn auf Gelb als ich noch schnell ĂĽber den Strich huschte. Es blitzte. Ich dachte noch: „diese Anlage ist aber schön knapp eingestellt“, als bereits ein gewaltiger Donner vom Himmel krachte. Was anschliessend folgte, war eine 25 Kilometer lange Fahrt, in einem anhaltenden Wolkenbruch. Tief hingen die Wolken, Nebel stieg aus den Wäldern auf, schwarz war der Himmel. Haben eigentlich auch schon an anderen Tagen die Strassenbeleuchtungen noch um diese Zeit gebrannt?

Da ich heute wieder am nördlichen Arbeitsplatz war, schoss ich auch das Foto auf dem Heimweg. Heute ausserhalb Sünikon, am Anfang einer längeren Strecke über Wiesen, Äcker, vorbei an einzelnen Bauernhöfen und einer Gärtnerei. Die Strasse ist durchgehend geteert, manchmal etwas holperig. Ausser hie und da mal einem Traktor oder einem offensichtlich verirrten Automobilisten gehört der Abschnitt den Velofahrern, den Joggern und den Hundebesitzern.

Ich habe es nun also geschafft, tatsächlich 20 Mal hintereinander den Arbeitsweg abzuradeln. Ich mag mich noch gut erinnern, als ich vor Jahren angefangen habe, hie und da, vielleicht zweimal höchstens dreimal hintereinander zu fahren, fühlte ich mich anschliessend kaputt, ausgebrannt. Noch letztes Jahr, als ich zum ersten Mal fünf Mal am Stück gefahren bin, war ich eigentlich der Meinung, mehr könnte es nicht werden, das würde reichen.

Doch dieses Jahr, versuchte ich nach den Sommerferien ja „nur“, meine alte Form, meine alte Geschwindigkeit wieder zurĂĽckzuerhalten. Die zweite Woche fuhr ich eigentlich nur noch, weil es in der Regel schönes Wetter war. Doch irgend einmal setzte sich die Idee fest, mal einen ganzen Monat hin und her zu fahren. Und die letzten paar Tage im Regen? Ich glaube, da hat die Motivation, die Lust am Erreichen der Idee jeweils den Adrenalin-Spiegel so hoch hinaufgesetzt, dass ich gar nicht mehr anders konnte, als in die Regenklamotten zu steigen. 🙂

Wie geht es weiter? Vermutlich wird es eine Weile dauern, bis sich die Chance für einen weiteren Monat wieder bietet. Einige, auch private Termine, habe ich auf später verschoben. Auch im Geschäft ist die Ferienzeit bald vorbei, womit auch die Häufigkeit der Meetings an Randstunden wieder zunehmen dürfte. Und vor allem: vor den nächsten grossen Regengüssen muss ich mich mal um neue Regenklamotten kümmern. Die, die ich jetzt benütze sind mittlerweile fünf Jahre alt. Ich glaube, da müsste jetzt etwas Besseres auf dem Markt zu beschaffen sein.

Weitere Fotos vom Arbeitsweg (Nord)

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Autor: Urs

Würde mich eher als Tourenfahrer bezeichnen. Radfahren war schon in der Jugendzeit meine Leidenschaft. Doch auch dann schon eher für lange Ausflüge. Mit der Zeit gesellten sich die Fotographie dazu und teilweise beruflich bedingt auch das Interesse an IT, an Software. Damit war der Grundstein für dieses Weblog gelegt. Seit dem Jahre 2004 schreibe ich hier ziemlich regelmässig über meine Fahrten.

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