Als Aargauer unterwegs

Spass auf schmalen Reifen

Ritter Blaubart im Sommerzelt

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Der Reihe nach: Das Sommerzelt ist ein Ort für Kultur und Begegnung im Kurtheater Baden. Eine Zeltplache, welche gegen den stärksten Regen und den ärgsten Wind ein bisschen schützt, aufgespannt im Gärten des Kurtheaters Baden, zwischen Bäumen, einem kleinen Weiher und dem Theatergebäude, über einer kleinen Arena.

Der Ritter Blaubart: ein nicht mehr ganz junger Ritter, der aber unbedingt heiraten möchte. Sechs Mal hat er schon geheiratet, aber so richtig funktioniert hat es nie. Wie sich später dann herausstellt, war es immer wieder die Neugier der Frauen, die die Ehe manchmal schon nach wenigen Tagen auseinanderbrachte. Beim siebten Mal nun, da verliebt er sich in eine feurige Spanierin, die auf dem Weg nach Spreitenbach im Blocherland, kurz bei ihm, eben dem Ritter Blaubart, vorbeischaute.

Das Märchen wird mit viel schwarzem Humor, viel Witz, aber auch einigen groben Sprüchen über Frauen und Männlichkeit, dargeboten. Verständlich, dass es bei den Brüdern Grimm nur in der ersten Auflage enthalten gewesen sein soll.

Das Märchen, das Theater gewann noch einiges an Schaurigkeit dazu, da es ja fast unter freiem Himmel vorgetragen wurde. An die Glaswand des Kurtheaters wurden mit einem Beamer die Umrisse eines Schlosses projiziert. Die herumwallenden Wolken auf dem Bild, gingen fast nahtlos in die echten, ebenfalls ziemlich rasch vorbeiziehenden Wolken am richtigen Himmel über. Wenigstens so lange es noch nicht stock dunkel war. Zeitweise war die Szenerie auch noch mit einem leichten Abendrot beleuchtet, was ja auch irgendwie zum feurig-roten Thema passte.

Später dann, gegen Mitternacht, als wir uns auf dem Heimweg befanden, leuchtete der Mond sein, von Nebel und Feuchtigkeit, diffus gewordenes Licht durch unser Quartier. Er schaute gerade so knapp über die Hausdächer hinweg.

Wahrscheinlich haben ihn nicht alle gesehen. Der Vampir, wie er sich ähnlich einer Fledermaus von einem der Dächer erhob, und in Richtung des Mondes davonflog.

Also: ich habe ihn glaubs auch nicht gesehen, aber er hätte gerade noch so in die Phantasie dieses Abends und diese Nachtstimmung hineingepasst.

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Autor: Urs

Würde mich eher als Tourenfahrer bezeichnen. Radfahren war schon in der Jugendzeit meine Leidenschaft. Doch auch dann schon eher für lange Ausflüge. Mit der Zeit gesellten sich die Fotographie dazu und teilweise beruflich bedingt auch das Interesse an IT, an Software. Damit war der Grundstein für dieses Weblog gelegt. Seit dem Jahre 2004 schreibe ich hier ziemlich regelmässig über meine Fahrten.

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