Als Aargauer unterwegs

Spass auf schmalen Reifen

111 Jahre Kaserne Brugg

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Weil der 100. Geburtstag nicht gefeiert wurde, wolle man das jetzt halt bei 111 Jahren nachholen. Wobei zu sagen ist, dass das Militär schon viel länger Geschichte in der Stadt Brugg geschrieben hat. Denn bereits seit 1847 wurden hier Pontoniere ausgebildet. Vor 111 Jahren, fand lediglich der Umzug der Truppen in die neue Kaserne statt.

Das Defilée wurde denn auch mit dem Ältesten Fahrzeug, Jahrgang 1885, gezogen von vier Pferden und beladen mit einem Holzschiff, eröffnet. Es folgt eine lange Reihe von alten Fahrzeugen, bis hin in die modernste Zeit, Ablieferung Januar 2009. Alles Fahrzeuge die seinerzeit und jetzt bei Pontonieren und Genietruppen im Einsatz standen und noch stehen. Einzelne davon sind Einzelanfertigungen, oder das letzte noch in einem Museum oder Privat vorhandene Stück.

Ausser einer Panzerattrappe und einem Schützenpanzer, das erste zu Übungszwecken und das zweite für Spezialaufgaben im Brückenbau ausgerüstet, war es ein Defilée von Baumaschinen, Lastwagen, Mannschaftswagen, Gerätewagen, Anhängern und Aufliegern für Strassen und Brückenbau. Interessant dargestellt und live kommentarisiert, mit Angabe von Baujahr, Benzin-/Dieselverbrauch, von der Armee übernommene Stückzahl und allenfalls noch Angaben über die restliche verbleibende Stückzahl.

Meine eigene Militärerfahrung liegt ja nun auch schon ein paar Jahre zurück. Es war aber dennoch interessant, auch einen Teil jener Maschinen und Brückenteile vorgeführt zu bekommen, bei denen wir damals in unserer Jugendzeit auf dem Übungsgelände des Militärs an der Aare zugeschaut haben, mit wie viel Schweiss und Kraft, da Brückenelemente über die Aare gefahren und schlussendlich zu einer tragfähigen Konstruktion zusammengeschraubt wurden. Im Gegensatz zu heute, wo der Bau einer Brücke aus Elementen gerade noch 50 Minuten betragen soll.

Auch einzelne Fahrzeuge, die wir während meiner eigenen Militärdienstzeit bei den Radfahrern ebenfalls als Transportmittel verwendeten, wie der Henschel, der Steyr oder der „Vierlivier“, stehen mittlerweile auch schon im Museum. Sie wurden von noch leistungsfähigeren, noch wendigeren Maschinen, die schon fast eine komfortable Bedienung erlauben und viel weniger Sprit verbrauchen, abgelöst.

Geschlossen wurde das Defilée von einer neuen Strassenwalze. Nichts Spektakuläres, kann an jeder Strassenbaustelle besichtigt werden. Ausgeliefert im Januar 2009, Gewicht 4,5 Tonnen.


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Autor: Urs

Würde mich eher als Tourenfahrer bezeichnen. Radfahren war schon in der Jugendzeit meine Leidenschaft. Doch auch dann schon eher für lange Ausflüge. Mit der Zeit gesellten sich die Fotographie dazu und teilweise beruflich bedingt auch das Interesse an IT, an Software. Damit war der Grundstein für dieses Weblog gelegt. Seit dem Jahre 2004 schreibe ich hier ziemlich regelmässig über meine Fahrten.

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