Als Aargauer unterwegs

Spass auf schmalen Reifen

Rund um das Freiamt

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Am Morgen habe ich die heutige Fahrt geplant und ein paar Geocaches dazu ausgesucht. So ungefähr zur Mittagszeit wurde es dann immer dunkler am Himmel, einzelne Tropfen fielen, der Wind blies. Einen Moment lang zögerte ich, ob ich nun tatsächlich fahren solle oder doch lieber nicht. Da der Monat April in der Kilometer-Statistik bis jetzt klar zu kurz kam, es fehlen bisher die Kilometer vom Arbeitsweg, Velofahren sowieso draussen stattfindet, es mit dem Wetter sicher nicht so schlimm sein kann, und, und, und, …

Jedenfalls stand der Renner dann doch plötzlich auf der Strasse und los gings. Schon nach den ersten paar Kurven stand ich allerdings unter einem grossen Kastanienbaum und zog mir die Regenjacke über. Über dem Birrfeld zogen dunkle Wolken mit den charakteristischen grauen herabhängenden Niederschlagsfäden durch mein Blickfeld. Umkehren? Nein! Auf die Zähne beissen und durch!

Natürlich wurde ich nass, es hätte aber schlimmer sein können. Die Niederschlagszelle war bald durchquert, nur die Strassen waren noch lange nass. Die Kleider trockneten wieder, nur die Schuhe würden bis zum nächsten Regenguss nicht mehr trocken werden.

Bei meiner Ausflugsserie, wo ich mehr oder weniger der Aargauer Grenze entlang fahre, war heute das Freiamt dran. Ich fuhr als erstes nach Bremgarten und knüpfte damit dort an den Ausflug vom letzten Wochenende an. Ich fuhr heute weiter in südlicher Richtung, meist etwas erhöht über dem Reusstal, bis fast zum südlichsten Punkt des Aargaus.

Etwa in Knonau fahre ich vom HĂĽgel ins Reusstal hinunter nach Sins. Das Geocache auf der alten HolzbrĂĽcke muss ich leider unentdeckt lassen. Zu viele AusflĂĽgler auf der BrĂĽcke. Fahre deshalb schon bald weiter nach SĂĽden. In Dietwil bog ich dann rechts weg, in die HĂĽgel hinauf. Der Aargau ist ja ziemlich durchzogen von Gewässern. Die grösseren, wie eben die Reuss, das Seetal, das Wynatal, das Suhretal, das Wiggertal verlaufen alle mehr oder weniger von SĂĽden nach Norden. Die Aare die dann alles „einsammelt“ verläuft dem Jura entlang quer zu den anderen Gewässern. Diese Geographie fĂĽhrt natĂĽrlich dazu, dass bei den Querfahrten von Tal zu Tal manchmal ganz schön steile HĂĽgel liegen können. Sie fährt allerdings bei uns auch dazu, dass auf diesen Querfahrten praktisch keine grössere Strasse zu finden ist. So bin ich heute denn im mittleren Teil der Fahrt ĂĽber manche Strassen ohne Markierungen gefahren, kaum Verkehr, Pferdefuhrwerke und Traktoren waren fast die einzigen Mitbenutzer der Strecke im mittleren Teil.

So am südlichen Ende des Kantons ist man schon relativ nahe an den Alpen. Bei den heute immer wieder stark wechselnden Lichtverhältnissen, bietet diese Nähe eine eigenartige Faszination. Mal sehen die Bergriesen ganz klar und hell aus, zum Greifen nahe, mal verhüllen sie die Bergspitzen wieder in Wolken, mal fährt man selber unter einer dunklen Wolke durch und sieht sich das Schauspiel wieder anders beleuchtet an. Der nächst Regenschauer ist fällig.

Fahre weiter, die Hügel sind hier doch nicht so steil, eher eine Hochebene, und gelange nach Hochdorf im Seetal. Weil es an der westlichen Seite des Baldeggersees und des Hallwilersees weniger Verkehr hat, fahre ich heute dieser Seite entlang. Das obere Ende des Baldeggersees ist eine einzige riesige Frühlingsgegend. Fast alle Bäume blühen jetzt. Unter die Kirschbäume haben sich nun auch die Birnbäume gemischt. Dazu kommen noch die gelben Wiesen und bereits auch schon die ersten aufgehenden Knospen der Rapsfelder.

Einen kurzen Zwischenhalt mache ich noch beim Geocache mit dem passenden Namen Sea-Valley am Hallwilersee. Es ist rasch gefunden, der Logbucheintrag ist auch bald erledigt. Anschliessend muss ich ziemlich aufs Gaspedal drücken, denn am Ende des Seetals scheint sich die nächste Regenwolke zu sammeln. Ich komme aber durch und zu Hause ist ausser der Schuhe alles schon fast wieder trocken.

Heute auf dem Rad
Fahrrad

Rennrad

103.2KM

888 HM
03:52 H

Nachmittag
wechselhaft_teilweise_Regen

Grad

Autor: Urs

Würde mich eher als Tourenfahrer bezeichnen. Radfahren war schon in der Jugendzeit meine Leidenschaft. Doch auch dann schon eher für lange Ausflüge. Mit der Zeit gesellten sich die Fotographie dazu und teilweise beruflich bedingt auch das Interesse an IT, an Software. Damit war der Grundstein für dieses Weblog gelegt. Seit dem Jahre 2004 schreibe ich hier ziemlich regelmässig über meine Fahrten.

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