Als Aargauer unterwegs

Spass auf schmalen Reifen

Morteratschgletscher

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Am Morgen zeigte sich heute das Wetter nicht so richtig kooperativ. Nach den nächtlichen Regenschauern und Gewittern hingen hier im Engadin noch überall Nebelbänke herum. Über den Nebelbänken begannen sich die Wolken bereits für den nächsten Schauer zusammenzuziehen.

Mit der Bernina Bahn fuhren wir nach dem Morgenessen ein kurzes Stück bis nach Morteratsch. Ab dann befanden wir uns in einer Art Völkerwanderung zum Morteratschgletscher.

Der Wanderweg ist gut zurechtgemacht. Entlang des Wanderweges ist auch ein Gletscherlehrpfad eingerichtet. Was mich aber besonders interessierte, waren die Tafeln entlang des Wanderweges, mit dem jeweiligen Stand des Gletschers im entsprechenden Jahrzehnt. Ebenfalls angegeben war darauf der RĂĽckzug des Morteratschgletschers seit dem Jahre 1900.

Warum dieses Interesse? In meiner Schuljugend, also vor etwa 40 Jahren, war ich schon mal in dieser Gegend in den Ferien. Vermutlich hatten wir damals in der Schule gerade etwas von Gletscherbildung, Seiten- und Endmoränen von Gletschern und ähnlichen Themen besprochen. Jedenfalls stellte der Morteratschgletscher damals für mich das Musterbild eines Gletschers dar. Schöne, mächtige Seitenmoränen, eine gut sichtbare Mittelmoräne und eine wunderbare Gletscherzunge mit einem riesengrossen Tunnel.

Doch heute? Siehe Bild. Am Talboden beginnt sich die grüne Natur einzunisten. Die Seitenmoränen in Form von riesigen Steinhaufen sind noch da, wenn auch teilweise mit Tannen und Grünzeug überwachsen. Die Gletscherzunge hat sich in den 40 Jahren nochmals etwa 500 Meter zurückgezogen und von der wunderbaren Mittelmoräne ist auch nicht mehr wirklich viel übriggeblieben. Die ganze Gletscherzunge scheint zudem unter einem Steinhaufen begraben zu sein.

Nach diesem „1970“-er Blick auf den Gletscher, wanderten wir dann noch bis direkt vor die Gletscherzunge und wieder zurĂĽck nach Morteratsch. In der eingerichteten Alp-Schaukäserei genehmigte ich mir einen Gletscherkafi,


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bevor wir nun zu Fuss nach Pontresina zurĂĽckwanderten.

Der Schrittzähler registrierte fĂĽr diese erste Wanderung knapp 20’000 Schritte.

Autor: Urs

Würde mich eher als Tourenfahrer bezeichnen. Radfahren war schon in der Jugendzeit meine Leidenschaft. Doch auch dann schon eher für lange Ausflüge. Mit der Zeit gesellten sich die Fotographie dazu und teilweise beruflich bedingt auch das Interesse an IT, an Software. Damit war der Grundstein für dieses Weblog gelegt. Seit dem Jahre 2004 schreibe ich hier ziemlich regelmässig über meine Fahrten.

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