Als Aargauer unterwegs

Spass auf schmalen Reifen

Thonon les Bains – Les Frasses

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Ich benützte die Gelegenheit, sehr froh frühstücken zu können. Leider machte das Wetter heute überhaupt nicht mit. Während des Morgenessens, konnte ich nicht einmal auf die andere Seite des Genfersees schauen. Es waren nicht nur einzelne Schauer, es sah ganz nach heftigem Dauerregen aus. Bis ich dann allerdings bereit war, prasselte der Regen nicht mehr so intensiv herunter, vielleicht eher wie ein kühler Landregen.

Die Fahrt, zuerst durch das Tal, vielleicht besser die Schlucht der Dranse, später dann entlang der Dranse de Morzine hinauf zum Col des Gets. Im Sommer, wenn die Sonne scheint mĂĽsste es hier malerisch sein. Viele Wälder, enge Schluchten, irgendwie skurrile Felsformationen, hie und da ein Gehöft auf einer grösseren Wiese. Wegen einer Baustelle, kam ich etwa auf halbem Weg bereits in den „Genuss“ einer kleinen, aber sehr giftigen, weil steilen, Umleitung. Später dann immer wieder Ortschaften, die vermutlich am meisten Leben in den Wintermonaten haben. Auch Les Gets, die Skistation auf der Passhöhe. Sie glich im Vorbeifahren eher einer Ortschaft, die sich die Sommermonate, mit Ponyreiten und Kinderkarrusull, Quads und Mountainbike vermieten vertreibt. In Les Gets sollte man eigentlich einen exklusiven Blick auf das Mont Blanc – Massiv haben. Doch heute herrschte hier nur trĂĽber Himmel

Während der Abfahrt nach Cluses hörte der Regen langsam auf. Die Täler waren aber weiterhin mit Nebel verhangen. Irgendwo, vermutlich in Cluses musste ich eine Abzweigung verpasst haben. Jedenfalls schlug mir das GPS als kĂĽrzesten Weg nach Albertville eine ganz andere Strecke vor. Ebenfalls in Cluses wäre ungefähr ein Mittagessen fällig gewesen. Doch weil heute der 14. Juli ist, war alles geschlossen. Selbst McDonalds und der Kebab hatten zu. Ich hatte mich eigentlich schon auf ein Mittagessen, irgendwo an einem Waldrand und aus meinen Notvorräten eingestellt. Da erblickte ich das Schild „Pizzeria Italien/Sizilien, ouvert“. Er hatte tatsächlich offen. So kam ich zu einer warmen Lasagne mit viel frischem Mineral und einem Kaffee.

Weil der Rückenwind so schön blies, dauerte es nochmals eine ganze Weile bis ich mich am Nachmittag, übrigens unter strahlender Sonne, endlich dazu bewegen konnte, mal die Karte zu konsultieren, um zu schauen, wohin mich denn das GPS schicken wollte. Es musste demnächst über irgend einen der umliegend Hügel gehen. So kam es, dass ich die beiden Pässe Col de la Colombière und den Col des Aravis ausgelassen habe. Dafür musste ich allerdings nach Megève hinauf, welches auch etwas über 1000 Meter liegt. Nur scheint dieser Pass dort keinen Namen zu haben.

Bei der Abfahrt von Megève hinunter erwartete ich die Abzweigung zum Col des Saisies. Nicht so mein GPS. Es hätte irgend einen anderen Weg ĂĽber diesen Pass nehmen wollen. Es scheint fast so, als ob das GPS sich hier ĂĽberhaupt nicht auskennt. Dauernd rechnet es neue Strecken und Distanzen auf den Saisies aus. So lange bis ich auf „Fluglinie berechnen“ umgestellt habe, um wenigstens einen Anhaltspunkt fĂĽr die restliche Distanz zu bekommen.

Die Fahrt beendete ich heute in Les Frasses, nur etwa 3 Kilometer vor dem Col des Saisies entfernt. Über dem Col selber hing eine grosse schwarze Wolkenwand und ich hatte keine Lust mehr, mich auf dieses Wetter-Wagnis einzulassen, jetzt wo doch die Sonne endlich scheint. 🙂

Nachtrag: sehe gerade, dass der Webtracker heute Morgen in den vielen engen Schluchten ziemlich versagt hat, kaum eine Meldung, weder per e-Mail noch per SMS konnte er erfolgreich absetzen.

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Heute auf dem Rad
Vormittag
Fahrrad

Mountainbike mit Anhaenger

104.3KM

2140 HM
07:40 H

Nachmittag
Dauerregen

Grad

etwas_Wolken

Grad

Autor: Urs

Würde mich eher als Tourenfahrer bezeichnen. Radfahren war schon in der Jugendzeit meine Leidenschaft. Doch auch dann schon eher für lange Ausflüge. Mit der Zeit gesellten sich die Fotographie dazu und teilweise beruflich bedingt auch das Interesse an IT, an Software. Damit war der Grundstein für dieses Weblog gelegt. Seit dem Jahre 2004 schreibe ich hier ziemlich regelmässig über meine Fahrten.

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