Als Aargauer unterwegs

Spass auf schmalen Reifen

Schwarza – Rothaus – Albtal

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Nach genau einer Woche ohne Renner musste es heute einfach sein. Wetterprognose hin oder her, dafür oder dagegen gibt es ja allenfalls Kleider und Regenschutz. Gewöhnlich mache ich um diese Zeit meine ersten Ausflüge in Richtung Schwarzwald. Von uns aus, beziehungsweise von Waldshut aus, gerade gegenüber Koblenz, gibt es viele Möglichkeiten um auf wenig befahrenen Strassen in den Schwarzwald zu gelangen. Ich wählte heute das Tal der Schwarza. Direkt nach der Grenze geht ein kleiner Weg nach Gurtweil, Bürglen, Winznau, Härrlingen bis hinauf nach Rothaus.

Solange man auf der Strasse L157 fährt, führt diese durch ein dicht bewaldetes Tal hinauf. Rechts von der Strasse fast immer das Bächlein Schwarza und links oftmals hohe, schroffe Felswände. Es geht zwar hinauf, doch das Gefälle lässt immer noch ein zügiges Vorwärtskommen zu. Heute Morgen ist es mit 13, vielleicht 14 Grad relativ kühl, obwohl grüssten Teils schon die Sonne scheint, wenigstens dort, wo sie den Weg in den engen Taleinschnitt findet.

Etwa auf halber Strecke zwischen Waldshut und Rothaus, gegen Ende des Tales, zweigt die K6500 nach Rothaus ab. Nach einer kurzen heftigen Steigung, befindet man sich auf einer Art hügeliger, schiefer Ebene. Es geht tendenziell immer noch hinauf, bei weitem aber nicht mehr so regelmässig wie vorher im Tal. Dafür fährt man jetzt öfter durch kleine Dörfer, über Hochebenen, entlang von Wäldern und kommt manchmal auch in den Genuss eines schönen Weitblicks. Nach einer letzten heftigen Bodenwelle fährt man direkt nach Rothaus hinunter.

FĂĽr heute habe ich mein erstes Geocache in FaulenfĂĽrst auserwählt. Es nennt sich Heisse Schokolade und ist ganz klar eine Einladung zur Einkehr beim örtlichen Wirt. Das Problem ist nur, ich mag keine heisse Schokolade, wenigstens nicht vor dem Mittagessen. Das Versteck finde ich problemlos. Bei dieser Gelegenheit ĂĽberfahre ich auch den höchsten Punkt der heutigen Rundreise bei gut 1’000 Metern ĂĽber Meer. Die Sonne ist mittlerweile wieder weg, es weht ein kĂĽhler Wind, es sieht sogar nach Regen aus. So fällt es mir nicht schwer, die steile Strasse an den Schluchsee hinunter zu fahren.

Vom See fahre ich dann zügig auf der B500 bis nach Häusern hinunter. Nach der Schussfahrt vom Stausee Schluchsee hat die B500 Übrigens jetzt einen Radweg erhalten. Schön komfortabel breit, bis nach Häusern. Von Häusern dann nochmals eine Schussabfahrt nach St. Blasien, wo ich aber beim Kreisel am Dorfeingang bereits den Ausgang für das Albtal nehme. Am oberen Ende dieses Tales ist mein zweites Geocache für heute versteckt. Es nennt sich Albtal Nord. Es ist eines aus der Serie der MO(torrad)-Caches. Auch diese Suche hält mich nicht lange auf, so dass ich schon bald an das Mittagessen denken kann. Ich verpflege mich heute aus dem Rucksack, in der Nähe der Staumauer des Albtal-Sees. Das Tal macht auf mich irgendwie einen idyllischen Eindruck. Die dichten Wälder, der See, später weiter unten das Bächlein, verbreiten Ferienstimmung. Meine Sicht in das Tal, während der Mittagspause:

in nördlicher Richtung in südlicher Richtung



Während der Mittagspause, klart der Himmel zwar wieder auf, die Sonne beginnt wieder zu scheinen, doch mit 14 Grad, ist es weiterhin nicht sonderlich warm. Nach der Pause fahre ich deshalb ziemlich zĂĽgig das Albtal hinunter. Die Strasse ist gut ausgebaut, ausser ein paar Motorradfahrer fast kein Verkehr. Auch dieser Streckenabschnitt gefällt mir jedesmal gut. Das enge Tal, die Felswände und fast zu unterst die paar kurzen Tunnels lassen in mir regelmässig Erinnerungen an Fahrten in den Alpen aufsteigen. Das Thermometer zeigt am unteren Talende, also nach etwa 500 vernichteten Höhenmetern und gut 10 Kilometern nun auch 24 Grad an. Zeit um mich des Windstoppers und der Ă„rmelstulpen zu entledigen und auch Zeit das dritte Geocache fĂĽr heute zu suchen. Wo ein Norden ist, muss auch ein SĂĽden sein. Das Geocache am unteren Ende des Albtales heisst deshalb Albtal SĂĽd. Doch da ist nichts. Nur zertrampelte Wiese. Wahrscheinlich von anderen (erfolglosen?) Geocachern. So fahre ich dann ohne dritte „Trophäe“ weiter nach Laufenburg und wieder zurĂĽck in die Schweiz.

Zum Abschluss der Fahrt, quasi als Dessert, schenke ich mir noch die Ampferenhöhe. Nicht lang, aber sehr heftig, vor allem die letzten paar hundert Meter gehen so richig in die Oberschenkel.

Heute auf dem Rad
Vormittag
Fahrrad

Rennrad

114.6KM

1325 HM
04:49 H

Nachmittag
bewoelkt_mit_einzelnen_Sonnenabschnitten

Grad

leicht_bewoelkt

Grad

Autor: Urs

Würde mich eher als Tourenfahrer bezeichnen. Radfahren war schon in der Jugendzeit meine Leidenschaft. Doch auch dann schon eher für lange Ausflüge. Mit der Zeit gesellten sich die Fotographie dazu und teilweise beruflich bedingt auch das Interesse an IT, an Software. Damit war der Grundstein für dieses Weblog gelegt. Seit dem Jahre 2004 schreibe ich hier ziemlich regelmässig über meine Fahrten.

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