Als Aargauer unterwegs

Spass auf schmalen Reifen

Wenn die Traumsuche zum Alptraum wird

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KĂĽrzlich hatte ich das Geocache an der KĂĽste von Llombards nicht gefunden. Der Name dieses Geocaches ist Traumsuche. Letzte Nacht träumte mir von diesem „quadratischen Hinweis“, der die Lösung fĂĽr die Endkoordinaten dieses Multicaches zeigen sollte. In meinem Traum waren noch andere Sucher unterwegs und grĂĽbelten an Steinen und an einer Treppe in dieser Bucht.

Was gibt es in den Ferien Gescheiteres zu tun, als den Traum zu leben. Ich mietete mir heute also nochmals ein Mountainbike und fuhr geradewegs an die Stelle in Cala Llombards, in die Bucht S’Almunia. GegenĂĽber dem letzten Mal hatte der Wind gekehrt und blies das Meer regelrecht in die Bucht. Weg war die friedliche Stimmung. Schäumend und tosend klatschte das Meer an die Felsen.

Ich stocherte an dem quadratischen Hinweis herum, rĂĽttelte an Schrauben, suchte nach Hohlstellen: nichts. Ich suchte andere, einigermassen quadratische Objekte, wie Steine, sogar Backsteine lagen ein paar herum, eine Höhle. Ich war vertieft in Gedanken und der ganzen Sucherei. Plötzlich tönte es hinter mir: „Haben Sie es gefunden?“ VerblĂĽfft drehte ich mich um. „Sie suchen doch etwas!“ sagte er. Erst jetzt bemerkte ich sein GPS-Gerät in der Hand. „Ach, noch so einer“ dachte ich und sagte: „Die Traumsuche?“. „Ja oder so ähnlich“ war die Antwort.

Er sei auf der Heimfahrt, seine Familie warte im Auto. Noch dieses letzte Cache wollte er schnell abholen. Er habe jetzt bereits sieben StĂĽck auf Mallorca gesammelt. Plötzlich stand auch seine Frau mit den Kindern da. Gemeinsam suchten wir eine Weile nach etwas, wobei keiner genau wusste wonach. Bald wurde es aber fĂĽr die andern Zeit und sie mussten gehen. Ich blieb und suchte weiter. In dieser Bucht und in der Bucht daneben, wovon ich ein Zielfoto hatte. Ich kletterte gerade zum widerholten Male die Felswand hinauf, nach der Suche einer versteckten BĂĽchse, oder sonst einem Behälter. Da tönte es von oben herab: „Ist es da unten? … Sprechen Sie deutsch?“ Ich weiss ja nicht wie ich dreingeschaut habe, als sich die Dame zu wiederholen begann: “ … Ich meine, kann man hier in die Bucht hinunter gehen?“ Ich sah ihre Badesandaletten und riet ihr: „WĂĽrde ich nicht. Am besten beim Parkplatz die steile Treppe hinunter, dann beim quadratischen Hinweis, pardon bei der Tafel nach links und der Rest ergibt sich dann von selbst.“ Irgendwie unmotiviert ging sie von dannen. Ich suchte noch eine Weile; ergebnislos.

Um eventuell aufkommendem Frust vorzubeugen, hatte ich mir vorgenommen, auf dem Heimweg bei der Burg Santuari de la Consolacio vorbeizuschauen und dort ein paar schöne Fotos zu machen. So fuhr ich dann weiter nach Santanyi und Richtung S’Alqueria Blanca zur Burg. Doch auf den letzten 50 Höhenmetern war Schluss. Eine Mauer auf der Strasse setzte mit aller Deutlichkeit das Fahrverbot durch. Hinter der Mauer war die Strasse abgerutscht. Aber das gehört zu einem anderen Alptraum, den ich kĂĽrzlich hatte, davon aber hier noch nicht geschrieben habe. (kommt vielleicht noch).

Trotzdem hätte diese Stelle eineb grandiosen überblick über den südlichsten Teil der Insel geboten. Das Wetter war zwar heiss, sehr heiss, doch die Fernsicht fast null. Irgendwie bleiern lag die Luft auf dem Lande.

Ich verpflegte mich aus dem Rucksack bevor ich den Heimweg unter die Räder nahm.

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Heute auf dem Rad
Vormittag
Fahrrad

Mountainbike

52.1KM

424 HM
03:23 H

Nachmittag
etwas_Wolken

Grad

etwas_Wolken

Grad

Autor: Urs

Würde mich eher als Tourenfahrer bezeichnen. Radfahren war schon in der Jugendzeit meine Leidenschaft. Doch auch dann schon eher für lange Ausflüge. Mit der Zeit gesellten sich die Fotographie dazu und teilweise beruflich bedingt auch das Interesse an IT, an Software. Damit war der Grundstein für dieses Weblog gelegt. Seit dem Jahre 2004 schreibe ich hier ziemlich regelmässig über meine Fahrten.

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