Als Aargauer unterwegs

Spass auf schmalen Reifen

Die – Savines le Lac: Das Vorspiel fĂĽr Morgen

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Als wir uns heute morgen, bei leichtem Nieselregen und etwa 14 Grad, auf die Räder fĂĽr die Fortsetzung der Fahrt nach SĂĽden setzten, meinte unser Gruppenleiter nur: „Was ihr heute erleben werdet, ist lediglich das Vorspiel von Morgen“. Er meinte damit hoffentlich nicht das Wetter, sondern viel eher unsere heutige Anzahl Höhenmeter. Nach Plan mĂĽssten bis am Abend 2200 zusammenkommen.

Die Fahrt führte zunächst weiter der Drôme entlang hinauf. Breite Talabschnitte wechselten sich mit ganz engen Schluchten ab. Irgendwo stand sogar so eine Art Teufelstein, wie bei uns in der Schöllenen, nur viel imposanter, schien er doch fast die ganze Enge der Schlucht blockieren zu wollen. Die Strasse führte jedenfalls darum herum, Picknickplätze waren eingerichtet und die Drôme sogar zu einem kleinen Badesee (brrrrr) gestaut.

Glücklicherweise drückte die Sonne immer stärker durch so dass wir den Aufstieg zum ersten Pass von heute, dem Col de Cabre (1180 MüM) ohne Regenschutz machen konnten. Dies bedeutet aber nicht, dass wir ganz trocken geblieben sind, denn die Regenwand folgte uns auf Schritt und Tritt. In den Spitzkehren, wenn es wieder talaufwärts ging, wurden wir jedes Mal wieder ein bisschen nass. Die Steigung und der Rückenwind ermöglichten aber eine fast erfolgreiche Flucht vor dem Regen.

Auf der Passhöhe dann schnell eine Banane verdrücken, Regenschutz überziehen und ins nächste Tal, ein Nebenfluss oder die Buech selber, abtauchen. Anschliessend ging es dann in rasanter Fahrt, dank Rückenwind nach Gap zum Mittagessen.

Nach dem Mittagessen besichtigten wir an der Côte la Rochette auch noch die Stelle, bei der Beloki in der Tour de France 2003 schwer stürzte und sich Lance Armstrong nur noch mit einem Wahsinnsritt über einen abfallenden Acker vor einem Sturz retten konnte. Wir folgten dann der Strecke noch etwas in die Höhe bevor wir wieder ins Tal hinunterfuhren und dort sogleich den Anstieg nach St. Apollinaire in Angriff nahmen.

St. Apollinaire liegt auf etwa 1300 Metern über dem Lac de Serre Poncon und man hat dort eine wunderbare Aussicht auf eine wunderbare Hügelkette. Die Abfahrt hinunter nach Savines le Lac ist sehr steil und mit viel Kurven und einem Belag mit viel Split darauf. Das Bremsen während diesen 14 Kilometern Abfahrt bereitet mit der Zeit regelrechte Schmerzen in den Unterarmen.

Auf dieser Strecke haben wir mit den zusätzlichen Hügeln ein paar unnötige Höhenmeter gemacht. Als Alternative wäre irgend eine der Nationalstrassen im Tal unten auch eine Möglichkeit gewesen. Ich glaube aber, der Umweg über die Hügel hat sich auf jeden Fall gelohnt. Schon nur die Aussicht auf die Alpenkette und den Lac de Serre Poncon ist Entschädigung genug für die zusätzlich verlorenen Schweisstropfen.

Noch ein Wort zum Webtracker: er muss während dieser Fahrt den Platz mit dem GPS, dem Portemonnaie, dem Reparatur-Etui und dem Natel in der Satteltasche teilen. Bei rauher Strasse kann es offensichtlich passieren, dass der „PARK“-Modus eingeschaltet wird und anschliessend keine Meldungen mehr erfolgen, so wie heute um etwa 10:45. FĂĽr morgen, wenn es ĂĽber den Col de la Bonnette geht, werde ich zuoberst, auf der Höhe von 2805 Meter ĂĽber Meer, der höchsten Passstrasse Europas den Webtracker abschalten und wieder neu einschalten, so dass er sicherlich dort oben einen Marker setzt. Ich MUSS das so machen, werde schliesslich ja nicht häufig dort oben stehen.

Aussicht von St. Apollinaire auf den Lac de Serre Poncon und einen Teil der Alpenkette

Aussicht von St. Apollinaire auf den Lac de Serre Poncon und einen Teil der Alpenkette

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Heute auf dem Rad
Vormittag
Fahrrad

Rennrad

137.6KM

2313 HM
06:22 H

Nachmittag
wechselhaft_teilweise_Regen

Grad

einzelne_Wolken

Grad

Autor: Urs

Würde mich eher als Tourenfahrer bezeichnen. Radfahren war schon in der Jugendzeit meine Leidenschaft. Doch auch dann schon eher für lange Ausflüge. Mit der Zeit gesellten sich die Fotographie dazu und teilweise beruflich bedingt auch das Interesse an IT, an Software. Damit war der Grundstein für dieses Weblog gelegt. Seit dem Jahre 2004 schreibe ich hier ziemlich regelmässig über meine Fahrten.

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