Als Aargauer unterwegs

Spass auf schmalen Reifen

Wie alle Jahre, zusammen mit den grossen Radrennen

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Fast täglich kann man es wieder in den Zeitungen lesen: Ivan Basso gab es schon vor kurzem zu, gestern gaben es auch Aldag und Zabel zu, Holm, Dietz, Henn und Bölts haben es auch gestanden, Jan Ullrich gibt es nicht zu, Chemiker Sportärzte und Betreuer schreiben ganze Bücher über die angewendeten Praktiken im Radrennsport.

Doping ist wieder in aller Munde. Schade eigentlich, dass ausgerechnet dieser Sport, mittlerweile bereits seit Jahren, durch ein so trĂĽbes Kapitel fährt. Vielleicht seit dem ein paar Individuen versucht haben, schneller und länger und weiter als alle anderen zu fahren, wird fleissig geschluckt und gestochen. Bereits in den Anfängen der grossen Rundfahrten, wo sich die Rennradfahrer noch auf Rädern mit Holzfelgen ĂĽber staubige Passstrassen quälten und sich in den Pyrenäen gegen Angriffe von Bären wehren mussten, versuchte es der eine oder andere mit sogenannt „leistungserhöhenden“ Mitteln Tricks.

Die Strecken und Etappen wurden länger, die Passstrassen wurden komfortabler, die „Rennmaschinen“ wurden leichter, aerodynamischer, auf den Sportlerkörper zugeschnitten, kurz: besser, die Betreuung der Fahrer wurde besser, Mechaniker kamen dazu, ganze Karawanen von Begleitfahrzeugen kamen dazu, das Radio und das Fernsehen kamen dazu. Grossen Sponsoren und damit auch viel Geld kam dazu. Alle wollen sich ein StĂĽck des Ruhmes, des grossen Geschäftes, abschneiden.

Die immer längeren Strecken, müssen über immer steilere Passagen und in immer kürzeren Zeitenräumen gefahren werden. Denn schliesslich muss man spätestens in der Tagesschau den Etappensieger verkünden können. Auch der Start darf nicht allzufrüh sein, denn das Mittagsjournal gehört nicht dem Sport.

Es wäre dennoch zu einfach, alle Schuld der Werbung oder dem Fernsehen zuzuschieben. Es wäre auch falsch die Rennradfahrer ohne jegliche Betreuung, eben wie früher, wochenlang über alle Berge zu jagen. Die Versuchung ein bisschen mehr Ruhm, ein bisschen mehr Geld als die anderen zu erhalten, und die ohnehin schon grosse Anstrengung wie auch immer erträglicher zu machen oder die Qual zu vermindern muss schon fast unsäglich gross und verlockend sein. Seit Jahren, sei Jahrzehnten. Und viele haben dafür schon mit dem Leben bezahlt, oder endeten als Sportsruine.

Und damit an diesem Posting doch noch etwas Positives rauskommt, noch die Daten der grossen Rennen in diesem Jahr:

Giro d’Italia vom 12.05. bis 03.06.07
Tour de Suisse vom 16.06. bis 24.06.07
Tour de France vom 07.07. bis 29.07.07
Vuelta (E) vom 01.09. bis 23.09.07

Zwar nicht eines dieser grossen Fernsehrummel – verursachenden Rennen, aber eines, in meinen Augen der grĂĽssten Individualisten und Kämpfer auf dem Rad:
Race accross America (RAAM) ab 10.06.07

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Autor: Urs

Würde mich eher als Tourenfahrer bezeichnen. Radfahren war schon in der Jugendzeit meine Leidenschaft. Doch auch dann schon eher für lange Ausflüge. Mit der Zeit gesellten sich die Fotographie dazu und teilweise beruflich bedingt auch das Interesse an IT, an Software. Damit war der Grundstein für dieses Weblog gelegt. Seit dem Jahre 2004 schreibe ich hier ziemlich regelmässig über meine Fahrten.

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