Als Aargauer unterwegs

Spass auf schmalen Reifen

Es war ein Versuch

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Eigentlich geht es mir gut. Der Heilungsprozess seit der Operation scheint normal zu verlaufen, mein Gang ist schon seit längerem wieder aufrecht, ohne leichtes Bücken noch vorne. Nach längerem Sitzen muss ich noch etwas vorsichtig aufstehen, Schmerzmittel nehme ich schon lange keine mehr.

Die erste Hälfte der Festtage hat so ihre Spuren hinterlassen, auch die mangelnde Bewegung gibt den Tarif bezĂĽglich Gewichtszunahme durch, zudem hatten wir heute einen der schöneren, aber trotzdem ziemlich kĂĽhlen, Tage. FĂĽr mich Grund genug, doch mal einen Versuch zu unternehmen, die noch fehlenden 37 Kilometer bis zum 7’000sten in diesem Jahr zurĂĽckzulegen.

Sicherheitshalber habe ich mich dazu in voller (sommerlicher) Velofahrermontur im Keller auf die Rolle gesetzt. Schon beim Aufsteigen zwickte es ĂĽberraschend heftig unter dem Heftpflaster. Nichts destotrotz radelte ich so gegen 10 Minuten vor mich hin. Dabei natĂĽrlich extrem auf den geflickten Leistenbruch „gehorcht“. Hie und da ein Zwicken und Pieksen, nichts weiter schmerzhaftes. Kam eigentlich zum Schluss, jetzt die „Winterklamotten“ darĂĽber zu stĂĽlpen und die besagten 37 Kilometer abzuspulen. Die Strecke schön flach, kaum HĂĽgel, so war es geplant.

Beim Absteigen, dann wieder dieser Zwick, doch deutlich heftiger. Beim Zusammensuchen der Kleider, vor allem beim Bereitlegen der Schuhe, letzte Anpassungen an der neuen Schuhheizung, immer wieder aufstehen, Kniebeugen, strecken, Treppe hinunter in den Keller nochmal etwas Vergessenes holen, wurde das Pieksen und Zwicken immer stärker. Es fiel mir immer schwerer, rasch und durchgestreckt wieder dazustehen.

Es fiel mir zwar äusserst schwer, aber im Interesse der „Gesamtgesundheit“ war es vielleicht doch besser, auf diese letztendlich 37 läppischen Kilometer zu verzichten und stattdessen einen ausgedehnten Spaziergang zu unternehmen. Wer weiss schon, was da bei all den Vibrationen und schlimmstenfalls auch Schlägen von der Strasse her, noch alles hätte passieren können.

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Autor: Urs

Würde mich eher als Tourenfahrer bezeichnen. Radfahren war schon in der Jugendzeit meine Leidenschaft. Doch auch dann schon eher für lange Ausflüge. Mit der Zeit gesellten sich die Fotographie dazu und teilweise beruflich bedingt auch das Interesse an IT, an Software. Damit war der Grundstein für dieses Weblog gelegt. Seit dem Jahre 2004 schreibe ich hier ziemlich regelmässig über meine Fahrten.

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