Als Aargauer unterwegs

Spass auf schmalen Reifen

Stelvio-Tour 2004, 2. Teil: Die Heimfahrt

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Bereits am frĂĽhen Sonntagmorgen, keine einzige Wolke am Himmel, fuhren wir in Richtung Livigno wieder zurĂĽck in die Schweiz.

Chronologie der heutigen Fahrt
07:00 Uhr Tagwache. Es fiel mir gar nicht schwer aufzustehen, denn ich lag sowieso die halbe Nacht wach im Bett. Keine Ahnung, wann es hier in Italien Nachtruhe gibt. Ich glaube, die kennen so etwas nicht.

08:30 Uhr Wir haben uns soeben auf die Renner gesetzt und sind in Richtung Livigno mit den beiden Pässen Passo di Foscagno und Passo d’Eira aufgebrochen. Die Beine fĂĽhlen sich noch etwas eckig und schwer an, doch dafĂĽr radeln wir einem wunderbaren Panorama entgegen. Die Temperatur ist schon fast zu warm, aber wir steigen nach den ersten flachen paar Kilometer schon bald in die Höhe.

Nach etwa 20 Km erreichen wir den Passo di Foscagno. Er bietet mit seinen knapp 2300 MüM einen wunderbaren Ausblick auf die umliegenden Alpen und Gletscher. Nur Schade, dass die Fernsicht nicht besonders gut ist. Grosse Teile der Strasse sind auch hier neu geteert und ausgebaut. Irgendwie schon fast auffällig, auch gestern am Stilfserjoch, wie hier gebaut und gebessert wird.

Mit etwas Schwung und einer kleinen Anstrengung gelangen wir nur kurze Zeit später auf den Passo d’Eira (gut 2200 MĂĽM) hinauf, schalten einen kleinen Fotohalt ein und sausen auf der gut ausgebauten Strasse sogleich nach Livigno hinunter.

„Leider“ brauchen wir kein Benzin und können so nicht von den gĂĽnstigen Preisen profitieren (76 Cent pro Liter Normalbenzin), wie hunderte von Automobilisten und Töfffahrer die sich geduldig vor den Tankstellen aufgereiht haben.

Wir enschliessen uns, dem Stausee bei Livigno entlang und zurück in die Schweiz zu fahren. Der Stausee liegt wirklich spiegelglatt da. Keine einzige Welle. Man könnte im Spiegelbild problemlos die Tannenbäume der Berghänge zählen, so ruhig ist der See.

Dem Vernehmen nach, soll das Tunnel bei Livigno bei den Radfahrern immer wieder zu Verwirrung führen. Tatsächlich ist es so, dass es nur minimal beleuchtet ist. Es ist ratsam, selber noch etwas Licht mitzunehmen. Von der Seite von Livigno in Richtung Ofenpass-Strasse ist es leicht abschüssig, allerdings mit einem starken Gegenwind. Wegen der Dunkelheit konnte ich die Geschwindigkeit auf dem Tacho nicht ablesen, aber ich denke, so ein schwacher 50er müsste schon drin gelegen haben. Der Tunnel ist vielleicht 4 Km lang. Für die bergwärtsfahrenden Velos hat es sogar eine Markierung auf der Strasse. Der Tunnel dürfte aber zu schmal sein, um hier ein wirklich gefahrloses Nebeneinander von Auto und Velo zu gewährleisten. Auch in diesem Fall ist eine Beleuchtung auf jeden Fall ratsam.

Kurz vor 12:00 Uhr kommen wir in Zernez an, suchen uns ein gemĂĽtliches Restaurant, und futtern die obligaten Teigwaren. Zusammen mit genĂĽgend Mineralwasser und einem Kaffee schliessen wir auch dieses Mittagsmal ab.

Weil das Wetter weiterhin sehr schön, warm und wolkenlos ist, fahren wir dem Inn entlang bis nach Scuol hinunter. Vorbei unter anderem am Heimatdorf des Schellenursli (Guarda), oder am Schloss Tarasp.

Am späteren Nachmittag sitzen wir dann mit vielen anderen Bikern und Wanderern in völlig überfüllten RhB- und SBB-Zügen in Richtung Unterland. Wir lassen nochmals die schöne Bergwelt mit weissen Gletschern, blauem und wolkenlosem Himmel, tiefgrünen Tannen und ersten nicht mehr ganz grünen Laubbäumen an den Festern vorbeiziehen.

Autor: Urs

Würde mich eher als Tourenfahrer bezeichnen. Radfahren war schon in der Jugendzeit meine Leidenschaft. Doch auch dann schon eher für lange Ausflüge. Mit der Zeit gesellten sich die Fotographie dazu und teilweise beruflich bedingt auch das Interesse an IT, an Software. Damit war der Grundstein für dieses Weblog gelegt. Seit dem Jahre 2004 schreibe ich hier ziemlich regelmässig über meine Fahrten.

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