Als Aargauer unterwegs

Spass auf schmalen Reifen

10. Etappe: Lautaret – Galibier – Telegraph, die Königsetappe

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Am Vorabend entschied ich mich fĂĽr eine „Light-Version“ der Königsetappe. Daher fuhr ich nicht ĂĽber den Izoard, sondern weiter der Durance entlang nach Briancon. Dort trafen wir die anderen Gruppenmitglieder, welche den Izoard bezwangen.

Nach dem gemeinsamen Mittagessen fuhren wir zusammen auf den Col du Lautaret. Eine gut ausgebaute Strasse, mit einer „vernĂĽnftigen“ Steigung brachte uns auf den Pass. Von da an ging es dann nicht mehr in der Gruppe, sondern „jeder in seinem Tempo“ auf den Col du Galibier (2558 mim).

Wie zu dieser Jahreszeit fast nicht anders zu erwarten, standen teilweise noch meterhohe Schneemauern am Strassenrand und Schmelzwasser überquerte die Strasse. Glücklicherweise machte auch heute das Wetter wieder mit. Anfänglich war es sehr warm und mit zunehmender Nähe der Pässe, verdichteten sich die Wolken. Auf dem Galibier fiel sogar ganz wenig Graupelschauer, der aber nicht weiter störte.

Für die anschliessende Abfahrt konnten wir uns aus unseren Begleitfahrzeugen warme Kleider und Überzüge anziehen. Bei der Abfahrt in Richtung Saint Jean de Maurienne, durchquerten wir innert etwa einer knappen Stunde klimatisch gesehen den Winter, den Frühling und kehrten wieder in den Sommer zurück. Auf dem Galibier herrschten Temperaturen knapp über null. Weiter unten standen die ganzen Felder voll Löwenzahn. Bei der rasanten Abfahrt fielen sogar ein paar Obstbäume in voller Blüte auf. In Saint Jean de Maurienne, herrscht zur Zeit eine Temperatur von 25 Grad.

Während der Abfahrt hatten wir noch als kleine Zwischensteigung den Col du Telegraph zu nehmen. Auf dieser Abfahrt ebenfalls sehr schön ausgebaute Strassen, die eine richtige „Fräserei“ zuliessen.

Zum Wetter: Weiterhin sehr sonnig und warm. Über Mittag und in den Bergen eine erhöhte Gewittergefahr, aber sonst immer noch recht ordentlich und sommerlich.

Zur Landschaft:
Wunderbare Einblicke in die Seitentäler, mit den riesigen Schneefeldern. Bei der Auf- und anschliessenden Abfahrt kehrten wir zurück bis in den Winter und wieder vorwärts in den Sommer.

Stichworte zum Tag:

Strassenverhältnisse:
Grösstenteils super. Einzelne Längsrillen auf die man halt aufpassen muss. Wenig Verkehr. Ein Genuss der besonderen Klasse ist die Abfahrt vom Col du Telegraph nach Saint Jean de Maurinne.

Besondere Erlebnisse:
Ich habe den Galibier, das Dach des Euroride 2004 bezwungen. Da werden schon ein paar Glückshormone zusätzlich ausgestossen, wenn ich plötzlich das Ziel erreicht habe, worauf ich mich nun während etwa einem halber Jahr intensiv vorbereitet habe.

Fun:
Die Abfahrt vom Col du Telegraph. Wäre es etwas wärmer gewesen: auch die Abfahrt vom Galibier könnte super sein.

Statistik:
Heute sind wir während 6 Stunden und 9 Minuten 120,1 KM gefahren. Entspricht einem Durchschnitt von 19.5 KM/h. Maximale Geschwindigkeit: 61 Km.

Autor: Urs

Würde mich eher als Tourenfahrer bezeichnen. Radfahren war schon in der Jugendzeit meine Leidenschaft. Doch auch dann schon eher für lange Ausflüge. Mit der Zeit gesellten sich die Fotographie dazu und teilweise beruflich bedingt auch das Interesse an IT, an Software. Damit war der Grundstein für dieses Weblog gelegt. Seit dem Jahre 2004 schreibe ich hier ziemlich regelmässig über meine Fahrten.

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